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 Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1

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Asliana
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BeitragThema: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 05 Sep 2014, 17:08

Der Himmel sah nicht sonderlich sonnig aus ihr Vater sie aus der Türe schob. „Beeile dich“, sagte er mit Fistelstimme. „Es ist nicht mehr so viel Zeit, bis der Zug abfährt und du möchtest ja nicht zu spät sein!“
Eris verdrehte die Augen, sodass ihr Vater es nicht sehen konnte und schleppte den Koffer die breiten Stufen hinab, welche in den Garten ihres Anwesend führte. Alte, knorrige Bäume säumten die Auffahrt, welche sie nun mit ihrem Vater im Schlepptau hinab ging, auf das breite Tor zu, welches mit feinen Schlangenmustern verziert war. Das ganze wirkte sehr düster, genauso wie die Pflanzen, welche den gigantischen Garten säumten, welcher das Anwesen umgab. Einigen von denen sollte man nicht zu nahe kommen, wie Eris genau wusste, denn es konnte sonst sein, dass man den einen oder anderen Arm verlor.
„Ja, Vater“, gab sie gelangweilt zurück, als sie bei dem Tor ankamen. Doch es schwang nicht auf, so wie sonst immer und verdutzt blieb sie stehen.
„Wo läufst du denn hin? Wie gedenkst du, dass wir zum Bahnhof kommen? Zu Fuß gehen? Komm her, wir werden apparieren, dass ist der schnellste Weg.“ Er hielt ihr den Arm hin und mit einem angewiderten Gesicht – apparieren war wirklich ein schrecklicher Vorgang – ging sie ihm entgegen.
„Muss das sein? Antaresia hasst es, wenn wir das machen!“ Eris warf einen mitleidigen Blick auf ihre Schleiereule, welche sie aufgeregt ankrächzte, als würde sie wissen, was ihr gleich bevor stand. „Kann ich sie nicht einfach frei lassen? Und dann beim Zug treffen wir uns wieder.“
Ihre Vater warf Eris einen genervten Blick zu, eher er dann nickte und sie den Käfig öffnete. Eilig flatterte die Eule los, umkreiste sie beiden einmal und verschwand dann in der Ferne und sie sah ihrem Freud sehnsüchtig nach. Es musste wunderbar sein, so einfach los fliegen zu können.
„Wo ist denn Henry?“, fragte Eris.
"Der ist mit deiner Mutter schon früher zum Zug. Er hatte keine Lust zu warten, bist dieser dumme Hauself fertig war." Eris nickte leicht. Ihr Hauself tat sich furchtbar schwer, ihr in ihre Kleidung zu helfen.

Kurze Zeit später landeten sie in einer kleinen Nebengasse, nicht unweit entfernt vom Bahnhof Kings Cross, wo nur wenige Muggel zu sehen waren und noch weniger beachteten sie überhaupt. Auch wenn sie wegen ihrem ausschweifenden Röcken und dem leeren Eulenkäfig ein wenig schräg angesehen.
Doch weder ihr Vater, noch sie beachteten diese Blicke weiter, während sie den Bahnhof betraten und zu dem Durchgang zwischen Gleis 9 und 10 gingen. Sie warteten eine günstige Gelegenheit ab, eher sie sich dagegen lehnten und sogleich auf den überfüllten Bahnsteif landeten.
Laute Rufe, das Krächzen von Eulen und das Miauen von Katzen, vermischte sich mit dem Lärm der Lokomotive, die in regelmäßigen Abständen Dampf abgab. Aufgeregt und voller Vorfreude auf das neue Jahr, sah sie sich nach ihren Freunden um. Sie hatten ihnen so viel zu erzählen!
Alleine die ganzen Geschichten, welche ihr Vater aus dem Ministerium erzählte hatte. Da hatte es einen Vorfall mit einer Gruppe von Verbrechen gegeben, oder die Geschichte mit dem Hauselfen! Oder erst die Geschichte um Harry Potter! Der hatte schon wieder außerhalb der Schule gezaubert und das alleine, weil angeblich  Dementoren bei ihm Zuhause gewesen waren! Das sie nicht lachte! Was sollten die auch dort suchen?
Ihr Vater hatte ihr im Detail erzählt, wie Dumbledore persönlich aufgetaucht war, um ihn zu verteidigen. Das Ganze, das war so albern gewesen, dass sie es nicht glauben konnte, dass sie ihn frei gesprochen hatten. Also konnte er treiben, was er wollte, egal was geschah, es wurde ihm immer verziehen. Verächtlich verzog sie das Gesicht, als sie den schwarzen Haarschopf sah, dem ein großer schwarzer Hund die Pfoten auf die Schultern legte.
Ihre Eltern würden dem Hund die Pfoten kürzen, wenn es auf sie hinauf springen würde.

„Eris!“ Eine tiefe, kräftige Stimme hatte über die Menge geschweift und Blaise Zabini kam auf sie zugestapft. Er war großgewachsen, hatte eine dunkle Hautfarbe und seine schrägstehenden, länglichen Augen betrachteten sie kritisch. Viel Freundlichkeit war daran nicht zu sehen. Die war sowieso meistens nur verkniffen oder entschlossen. „Wie waren deine Ferien?“
Eris nickte sanft und trat auf ihn zu. „Jaja, ganz okay. Ein wenig langweilig wie immer, aber ansonsten okay. Und bei dir?“ Sie hatte nicht viel machen können, denn das Anwesen ihrer Familie stand so weit abseits, dass sie nicht einfach so einmal jemanden besuchen konnte. Und außer einen Bibliothek und den großen Garten, gab es nicht viel zu machen. Zum Glück hatte ihr Bruder sich nicht minder gelangweilt und so hatten sie sich zusammen langweilen Ansonsten hatte sie noch ein wenig die Bibliothek durchstöbert und darin gelesen und hatte mit ihrem Bruder, der im Quidditch-Team war, ein wenig auf den Besen gespielt.
„Ja, ganz okay“, gab er zurück und nickte ihrem Vater zu. Sie drehte sich kurz zu ihm um, meinte „Bye bye, Dad. Wir sehen uns in den Ferien“, eher sie zusammen mit Blaise auf den Zug zustapfte.
„Hast du es schon gehört? Draco ist Vertrauenssprecher. Und Pansy. Jetzt dürfen sie sich um die Erstklässler kümmern.“ Er feixte und sie spielte mit, doch es war nur gute Miene zum bösen Spiel. Sie war enttäuscht gewesen, als sie nicht das Abzeichen bekommen hatte und ihre Eltern auch. Ihr Bruder, der hatte es damals bekommen und es mit viel Stolz getragen.
„Ah, cool. Na, wir haben da mehr Freizeit, was?“ Sie grinste, doch er zuckte nur mit den Schultern. Eris verdrehte die Augen, als sie angerempelt wurde. „Augen auf!“, fluchte sie und schuppste den kleinen Jungen zur Seite, eher sie zusammen mit Blaise auf den Zug zuging.
„Weißt du wo Daphne ist?“, fragte sie schließlich, während sie einstiegen. Kurz warf sie noch einen sehnsüchtigen Blick hinaus, in der Frage wo Antaresia war, doch schnell war der Gedanke vertrieben.
„Sie hat zusammen mit Millicent und Adrian schon ein Abteil besetzt. Wir warten nur mehr auf dich.“ Diese Worte brachten sie dazu, ihren Koffer nur noch schneller durch die Gänge zu ziehen, bis sie schließlich vor dem besagten Abteil stehen blieb.
„Hallo!“, rief sie, als sie die Türe aufschoben. Auch die anderen begrüßten sie und schnell hatte sie ihr Gepäck verpackt, eher sie sich an einem Platz nieder ließ und den Tagespropheten aus der Tasche holte.
„Und wie war euer Sommer?“, fragte Adrian und sah in die Runde. Er sah nicht wirklich begeistert aus.
„Nicht so toll“, gab Millicent zurück und Eris nickte zustimmend. Doch mit ihren Gedanken war sie noch wo anders. Dieser große Hund… Er hatte etwas bei ihr ausgelöst. Sie versuchte sich zu erinnern woran, es hatte irgendetwas mit einer Geschichte zu tun, welche ihr Vater ihr erzählt hatte.
Er arbeitete in der Straftverfolgung und eines der großen Themen dort war Sirius Black. Und wenn sie sich nicht täuschte, hatte er ihnen einmal erzählt, dass er ein Animagus war. Und zwar konnte er die Gestalt eines großen, schwarzen Hundes annahm. Sie runzelte die Stirn und überlegte, ob das sein konnte, als Adrian gerade seine Erzählung beendete.
„… und dann hat er doch tatsächlich versucht meine Mum anzuquatschen. So ein dreckiges Schlammblut!“ Eris sah verwirrt zu ihm, als er sie auffordernd ansah.
„Ja!“, sagte sie schnell, um nicht zu zeigen, dass sie gerade kein bisschen zugehört hatte. „Diese dreckigen Schlammblüter glauben sich alles heraus nehmen zu dürfen. Aber sie man sollte garnicht auf sie hören. Die reden doch nur Blödsinn.“ Sie verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf.
„Und freut ihr euch schon auf die ZAG?“, fragte nun Millicent und Blaise verdrehte die Augen. „Wer freut sich schon auf die?“
Eris hatte ihren Blick aus dem Fenster gewandt und beobachtete die vorbeirauschende Landschaft.

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Ranjana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Sa 06 Sep 2014, 13:20

„Ich will aber mitkommen!“ Inara klammerte sich an Charlies Bein, was es noch schwieriger machte, alles in seinem Zimmer zu finden, was er für die Schule brauchte. Wie immer packte er erst am letzten Tag, gestern war er den ganzen Tag im Park gelegen und hatte gelesen. Und jetzt stand er nahezu bewegungsunfähig in seinem Zimmer und suchte verzweifelt nach seinen Schulsachen. Esmeralda saß auf dem Fensterbrett und schaute ihm und seiner Schwester zu, als wäre es ein mäßig interessanten Theaterstück.
Emilia tauchte in der Tür auf, sie trug bereits ihre Schütze und die Mütze für die Arbeit in der Konditorei auf dem Arm. Weil sie zwei Kinder hat, war ihr erlaubt worden, nicht mitten in der Nacht das Arbeiten anzufangen, sondern den Tag über zu verkaufen und in der Backstube für Nachschub zu sorgen. „Inara, lass deinen Bruder packen, du darfst mit zum Bahnhof und dann bring ich dich zur Schule.“
„Aber ich will auch in die Schule!“ Das blonde Mädchen hatte Haare und Augen von seiner Mutter, während Charlie die braunen Haare und sturmgrauen Augen von seinem Vater hatte. Mit ihren hellgrünen Augen sah sie zu ihm hoch.
Lächelnd strich er ihr über den Kopf und meinte sanft: „Noch vier Jahre, dann kannst du auch mit.“ Es war letztes Jahr gewesen, als sie, weil sie die schwarze Katze nicht benennen durfte, den Trick von Edith aus 'Ich – einfach unverbesserlich' anzuwenden versucht hatte. Ungerührt hatten Charlie und seine Mutter ihr dabei zugesehen, wurden aber immer erstaunter, als Inara nach fünf Minuten noch immer die Luft anhielt. Da war zum ersten Mal klar geworden, dass auch sie eine Hexe war. Emilia und Charlie hatten sich so gefreut, dass Inara Charlies Katze dann doch Esmeralda taufen durfte. Esmeralda war ihre liebste Disneyfigur. Und mittlerweile fand er den Namen auch ganz passend und schön.
„Aber dann bist du nicht mehr an der Schule!“, beschwerte sie sich.
Ihre Mutter warf Charlie einen fragenden Blick zu, ob er sie brauchte, aber er lächelte und schüttelte leicht den Kopf. Sie nickte und verschwand, um im Haus nachzusehen, ob er irgendetwas wichtiges für die Schule in anderen Zimmer liegen hatte, während er sich vorsichtig auf den Boden setzte, woraufhin Inara sein Bein losließ und ihn mit ihren großen Kinderaugen ansah.
„Komm mal her, kleine Schwester.“, meinte er, zog sie an sich und umarmte sie. „Du musst mich zum Bahnsteig begleiten, okay?“ Als ob sie das nicht sowieso täte. „Und ich schreib dir jede Woche einen Brief, okay?“
„Kommt der dann auch mit so einer wunderbaren Eule?“, fragte sie aufgeregt.
„Sicher.“ Er lachte.
„Und ich bring dir was aus Hogsmeade mit.“
„Was?“, fragte sie neugierig.
„Sag ich dir noch nicht.“ Er stupste ihr mit dem Zeigefinger auf die Nase.
Kurz war sie enttäuscht, wollte sich dann aber die Vorfreude nicht verderben lassen.
„Aber das kann ich nur machen, wenn du mich jetzt packen lässt. Sonst verpasse ich noch den Zug.“
„Na schön.“ Sie lächelte, stand auf und setzte sich auf sein Bett, um ihm beim Packen zuzusehen. Sofort streckte sich Esmeralda auf der Fensterbank, sprang aufs Bett und rollte sich auf ihrem Schoß ein. So zutraulich war sie nur bei Inara und Charlie, allen anderen gegenüber war sie sehr misstrauisch, weshalb er sie manchmal im Jungenschlafsaal ließ oder einfach aufs Gelände von Hogwarts schickte, doch mittlerweile hatte sie sich auch an die anderen Ravenclaws soweit gewöhnt, dass sie sie nicht finster musterte und anfauchte, wenn sie ihr oder Charlie zu nahe kamen.

Er nickte zufrieden und fuhr fort, seine Sachen zu packen. Eine Schande, dass sie in der Freizeit nicht zaubern durften. Acio hatte er in Flitwicks Unterricht wirklich genug geübt.
Schließlich war alles eingepackt, er setzte sich Esmeralda auf die Schulter, wo sie sich an seinen Nacken schmiegte und auf seinen Schultern ausbreitete.
Charlie schnappte sich seinen riesigen schwarzen Koffer, auf dem zwei blaue schmale Streifen, die quer über ihn verliefen, einen bronzefarbenen einschlossen. Ravenclaw. Lächelnd berührte Charlie die beiden blauen Federn, die links an einem kleinen bronzenen Stecker in seinem Ohrläppchen hingen.
Zu dritt verließen sie die Wohnung im zweiten Stock am Rande von London und fuhren zum Bahnhof Kings Cross.
Dort angelangt war Inara begeistert wie letztes Jahr, als sie endlich vor dem berühmten Pfeiler standen. Sie und Charlie umarmten Emilia, die nicht hindurch konnte, doch seit Inara ihre Fähigkeiten entdeckt hatte, nahm Charlie sie noch mit zum Zug. Sie verkniff sich ein aufgeregtes Quietschen, denn auch sie wusste, dass dieser Durchgang verborgen bleiben sollte. Auf der anderen Seite bestaunte sie die wunderschöne Lok und die vielen Schüler mit den verschiedenen Tieren. Einer der Jungen schien gerade nach einem entwischten auf dem Boden zu suchen und etwas weiter entdeckte sie tatsächlich eine Kröte. Außerdem hatte der Junge einen seltsamen Kaktus auf dem Arm, der sich wie an ihn anzuschmiegen schien.
Die Magie hier war einfach nicht zu übersehen.
„So, ich muss dann mal in den Zug.“, meinte Charlie und sah auf die Uhr, die am Schild 9 ¾ hing. Zehn vor elf.
Sie nickte und umarmte ihren Bruder, der sich zu ihr hinunterbeugte, so fest sie konnte, ehe sie sich widerwillig wieder durch den magischen Durchgang schieben ließ.
„Du musst mir alles erzählen!“, rief sie noch, sah sich noch einmal um, um so viel wie möglich im Kopf zu behalten, was es hier an wunderbaren Sachen gab, und er nickte lächelnd.
Dann, als sie weg war, drehte er sich wieder zum Zug um und suchte im Gedränge nach Freunden. Den Koffer auf den kleinen Rädern hinter sich herziehend ging er an den Abteilen entlang, bis ihm Anthony Goldstein auffiel, der sich gerade mit Terry Boot unterhielt.
Gerade als Charlie fast da war, bemerkten sie ihn. „Hey, Charlie!“
„Hallo.“ Er lächelte. „Na, schöne Ferien gehabt?“
„Ja, ging schon.“, gab Terry zurück. „Los, lasst uns ein Abteil suchen.“
Sie nickten und wuchteten ihre Koffer eine der kurzen Treppen in den Zug hoch, ehe sie sich durch die engen Gänge schoben. Schließlich fanden sie ein Abteil, in dem sonst nur noch Padma und ihre Schwester Pavati saßen.
„Hallo Padma.“, grüßte Charlie lächelnd und lächelte auch ihre Schwester an. Sie war zwar aus Gryffindor, aber trotzdem oft hier, genauso wie Padma oft bei ihr und den anderen Gryffindors saß.
Die drei Jungen verstauten ihre Koffer und Charlie setzte sich an einen Platz am Gang, damit die anderen sich um die Fensterplätze reißen konnten. Esmeralda sprang von seiner Schulter auf seinen Schoß, wo sie sich hinlegte, die anderen aber aufmerksam musterte, vor allem Pavati.
Charlie nahm sein Buch aus der Jackentasche, schlug es auf und begann zu lesen, gerade, als der Zug anfuhr.
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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   So 07 Sep 2014, 17:42

Eine ganze Weile lang plauderte Eris mit ihren Freunden, welche so einiges aus den Ferien zu erzählen hatten. Auch wenn es nicht wirklich spannend war, so hörte sie ihnen doch zu und tat zumindest so, als wäre es spannend. Manieren waren in ihrer Familie sehr hoch gestellt und so waren ihre Kinder auch streng erzogen worden. Nicht dass es Eris störte, sie kannte es ja nicht anders.
Doch irgendwann, als all die Geschichten von Bowtruckles und Unfällen mit den Besen, von Lästereien über Harry Potter und Dumbledore und ihrem Urlauben erzählt war, verstummten die Gespräche langsam und Eder begann sich selbst zu beschäftigen. Erleichtert, dass sie sich nun endlich ihren eigenen Dingen widmen konnte, zog sie ein Buch über die theoretische Anwendung von Verwandlungszaubern, welcher auch sehr philosophisch war. Dabei wurden Fragen bearbeitet, welche sich der durchschnittliche Zauberer wohl nicht stellte, doch für Eris war das sehr spannend. Nicht selten hatte sie sich gefragt was es mit einem Wesen anstellte, wenn es zu einem starren Objekt wurde oder es mehrmals hintereinander verwandelt wurde. Die meisten hätten es alleine schon nach der ewig dicken Einleitung zur Seite gelegt, doch sie war mit einer großen Bibliothek aufgewachsen und so ist hatte sie nichts anderes machen können als zu lesen. Ihr Bruder war oft mit seinen Freunden unterwegs gewesen (besonders als sie noch kleiner gewesen war, da hatte er sich richtig für sie geschämt), ihr Vater war den ganzen Tag mit der Arbeit beschäftigt und ihre Mutter damit her Hauselfen durch das Haus zu scheuchen, damit sie ihre Arbeit taten.

Sie hatte gerade einmal ein paar wenige Seiten gelesen, als sie auch schon wieder aufschreckte. Am Fenster ging jemand mit blond-weißen Haarschopf vorbei und sie sprang automatisch auf. Als sich alle Blicke auf sie richteten, legte sie das Buch auf ihre Seite und murmelte ein "ich muss einmal auf die Toilette", eher sie sich eilig aus dem Abteil schob.
Sie sah einige Schritte weiter voraus Draco mit seiner Bande dahin schreiten, so als hätte er ein Ziel. Hatte er wohl auch, denn er bemerkte sie garnicht. Erst als sie direkt hinter ihnen stand und "Draco!", rief drehte er sich um.
Er musterte sie von oben bis untern, was ihr die Röte in die sonst so blassen Wangen trieb. Sie wusste, dass sie selbst für Zauberer einen eigenartig Eindruck abgab, denn die Liebe zur Viktorianischen Zeit, welche ihre Familie pflegte, sah man besonders an ihrer Kleidung. Ein leuchtend grünes Kleid, welches zwar nur einen Unterrock hatte, damit sie noch durch die Gänge des Zug kam, aber trotzdem sehr auffallend war.
"Hallo Eris", sagte er kühl. Natürlich kannten sie sich. Sie gingen in das selbe Haus und in den selben Jahrgang und gelegentlich half sie ihren Mitschülern wenn sie Probleme mit ihren Hausaufgaben hatten. Doch als wirklich eng befreundet würde keiner von beiden sie bezeichnen.
"Hi Draco." Sie lehnte sich lässig gegen die Wand, was garnicht so einfach war mit dem Kleid und grinste ihn an. "Schönen Sommer gehabt?" Sein Blick war kühl als er antwortete.
"Er war in Ordnung. Sag, dein Vater arbeitet doch im Ministerium. Hat er etwas von Potters Verhandlung mitbekommen?" Eris nickte und versuchte sich schnell alles ins Gedächtnis zu rufen, was ihr Vater ihr erzählt hatte.
"Scheinbar hat Dumbledore ihn verteidigt und eine Zeugin aufgetrieben. Eine Squibs." Sie verzog das Gesicht, als hätte sie auf etwas saures gebissen. "Und heute am Bahnhof hat er mit einem hässlichen, großen Hund geknutscht", höhnte einer aus der Gruppe. Sie hatten also offenbar keine Ahnung...
"Draco, wusstest du das Potters Patenonkel Sirius ein Animagus ist?" Sie sahen sich gegenseitig in die Augen und sie meinte einen Funken des Versehens darin zu sehen.
"Nein, das wusste ich nicht. Aber das ist eine interessante Information. Danke." Nun huschte doch noch ein freundliches Lächeln über seine Lippen und Eris wandte sich schnell um, damit er nicht sah, dass sie rot wurde.
"Na dann will ich nicht weiter stören." Eilig hetzte sie zu ihrem Abteil zurück und verfluchte sich dafür, dass sie in der Gegenwart von manchen Personen einfach so schüchtern sein müsste. Und so viel Blödsinn redete. Sie atmete noch einmal tief durch, eher sie die Türe aufschob und sich auf ihren Platz zurück setzte.


Als der Zug endlich hielt, trugen sie alle schon ihre Umhänge. Kaum hielt der Zug an, sprangen alle anderen auf, doch Eris blieb sitzen. Sie wollte sich nicht die Blamage geben, nach dieser peinlichen Aktion Draco zu sehen. Er würde sich sicher beeilen als einer der ersten hinaus zu kommen und so würde sie versuchen als einer der letzten auszusteigen.
"Eris, kommst du?", fragte Blaise ungeduldig, doch sie winkte ab und sah von dem Buch, bei welchem sie so tat als würde sie es lesen, nicht auf. "Lass mich das nur schnell fertig lesen." Das Geräusch der zufallenden Türe wär Antwort genug. Sie legte seufzend das Buch zur Seite und stand dann langsam auf, während sie beobachtete, wie all die Schüler vorbei zum Ausgang strömten.
Erst als das Gedrängel am Gang nicht mehr so eng war, machte auch sie sich auf den Weg auszusteigen. Beinahe stolperte sie über ihr Kleid, als sie ausstieg, konnte sich aber noch fangen. Panisch sah sie sich um, ob es jemand gesehen hatte, doch außer dem kichernden Zweitklässler, der nach ihrem bösen Blick verstummte, schien es niemand mitbekommen zu haben.
Sie entfernt sich von der Lock und ging auf die Kutschen zu, welche nicht weit entferne auf sie warteten. Viele waren nicht mehr da, drei, von denen aber eine gerade abfuhr. Wie immer blieb sie kurz stehen und beobachtete die Tiere, welche die Kutschen zogen. Seit letztem Jahr, als ihre Großmutter gestorben war, konnte sie diese sehen. Und sie wusste auch was sie waren, was sie nicht weniger unheimlich machte.
Leicht den Kopf schüttelnd, eilte sie auf die letzte Kutsche zu, welche nun noch am Platz stand und auf sie wartete. Sie hatte keine Lust darauf zu warten, sie wollte endlich ins Warme und sich über das Festmahl her machen.

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Ranjana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   So 07 Sep 2014, 22:32

Charlie hörte kaum, wie die anderen sich über ihre Ferien unterhielten, er war wie so oft ganz in sein Buch vertieft. Es war von einer nichtmagischen Autorin und handelte von einer Welt aus Worten. Doch die vielen zynischen Kommentare in der Schule (hauptsächlich von Slytherins), hatten ihn dazu veranlasst, das Cover des Buches so zu verhexen, dass die kleinen Tuschezeichnungen darauf sich bewegten. Seither hatte er sich keine dummen Sprüche mehr anhören müssen, dass er Muggel-bücher las. Und nur weil sie von jemandem geschrieben worden waren, der nicht zaubern konnte, musste das nicht heißen, dass sie schlecht waren. Es war genau wie mit den Kinderfilmen, die seine Schwester sah. Es machte nun mal einen Unterschied, ob man von Zauberern und Hexen oder Muggeln aufgezogen wurde.
Als das Kapitel zu Ende war, stieg Charlie ein Geruch in die Nase, der zweifelsohne von Süßigkeiten herrührte. Er sah auf und sah Anthony, Terry, Padma und Pavati Schokofroschkarten tauschen und Bohnen aller Geschmacksrichtungen essen. Charlie hatte den Süßigkeitenwagen verpasst. Er war einfach zu sehr im Buch gewesen und jetzt merkte er, wie hungrig er war.
Terry sah seinen Blick und reichte ihm einen Schokofrosch. „Gib mir dann die Karte, Träumer.“, meinte er grinsend.
Charlie lächelte. „Danke. Du kriegst gleich noch eine, ich muss mir was kaufen, sonst verhungere ich.“ Er reichte Terry die Karte, bevor er, das Buch noch immer in der Hand, auf den Gang trat und am Ende des Waggons noch die Frau mit dem Wagen erblickte.
Ein paar andere standen schon hinter ihr, darunter auch Cho aus seinem Jahrgang. Sie schaute in das Abteil, bei dem die Dame mit ihrem Wagen gerade stehen geblieben war, dann kaufte sie sich etwas und sie und Charlie lächelten sich an, als sie an ihm vorbei in die andere Richtung ging.
Jetzt war er an der Reihe, er bestellte und sah ebenfalls ins Abteil, um zu sehen, warum Cho es getan hatte. Harry Potter saß darin. Das war natürlich ein Grund. Er hatte zwar immer so seine Hochs und Tiefs mit der Beliebtheit, aber niemand konnte bestreiten, dass er berühmt war. Auch, wenn er nichts dafür konnte. Doch er war es nicht, der Charlie kurz vergessen ließ, dass er noch bezahlen musste. Es war das Mädchen, welches hinter einem bunten Magazin versteckt war, das es verkehrt herum hielt. Das und die langen blonden Haare, die sich über ihre Schultern wellten, verkündeten unübersehbar, dass es Luna war.
Ein kleines Lächeln stahl sich auf seine Lippen, ehe die Süßigkeitenfrau ihn in die Wirklichkeit zurückholte und er ihr einen Sickel und ein paar Knuts reichte.
Mit einem seltsam beschwingten Gefühl machte er sich auf den Weg zurück in sein Abteil, wo er erneut in seinem Buch versank, abwesend an seinen Naschereien knabbernd.
Schließlich tippte ihm Anthony auf den Arm. Charlie sah auf, im Kopf noch immer bei Staubfinger. „Wir sind gleich da, du solltest dich umziehen.“
„Oh! Danke.“ Wieder mal auf den letzten Drücker. Er zog sich rasch um und strich dann über den schwarzen Stoff des Schulumhangs, bevor er die blau-weiß gestreifte Krawatte zurecht rückte.
Schließlich waren sie da und Charlie schlich langsam durchs Gedränge, das Buch in einer Hand, von dem er nur aufsah, als er die Treppe auf den Bahnsteig erreicht hatte. Und dann erst wieder, als er vor den Kutschen stand. Beziehungsweise vor den letzten zwei. Alle anderen waren schon unterwegs zum Schloss und würden erst in ungefähr zwanzig Minuten wieder hier sein. Charlie sah sich um und bemerkte, dass er seine Freunde im Gedränge verloren hatte.
Er sah nach oben und erblickte eine Slytherin, die bereits in der letzten Kutsche, in der noch Platz war, saß. Na toll. Ausgerechnet. Egal, er wollte nicht länger warten und wer weiß, vielleicht würde sie ihn einfach in Ruhe lassen. Nicht alle Slytherins waren so wie zum Beispiel Draco Malfoy oder Marcus Flint, die bei jeder Gelegenheit auf allen anderen rumhacken mussten, nur, weil diese in einem anderen Haus waren.
Esmeralda saß wieder auf seiner Schulter, als er sich ebenfalls in die Kutsche setzte, schräg gegenüber von dem schwarzhaarigen Mädchen, denn neben ihr oder gegenüber wollte er nicht sitzen und er war sich sicher, dass auch sie das nicht akzeptiert hätte. Die schwarze Katze sprang auf seinen Schoß, wo er sie geistesabwesend hinter den Ohren kraulte, während er wieder zu lesen begann. Aber so ganz konnte er sich nicht konzentrieren. Er biss sich auf die Unterlippe und schwieg.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 09:59

Anfangs hatte sie sich geärgert, dass niemand von ihrer kleinen Gruppe auf sie gewartet hatte, doch dann hatte sie sich schnell wieder gefasst und war schließlich in die Kutsche eingestiegen, welche zu dem Zeitpunkt noch leer gewesen war. Natürlich hatte sie gehofft, dass es auch so bleiben würde, auch wenn sie wusste, dass die Testrale sich nicht in Bewegung setzten würden, bis die Kutsche voll war. Zudem standen wirklich mehr als genug Leute noch am Bahnhof, welche hinauf zum Schloss gebracht werden wollten.
Finster starte sie aus der Kutschte hinaus. ‚Dieses Schuljahr hatte ja ganz vorzüglich begonnen’, schoss es ihr bitter durch den Kopf. Sie wusste, dass es einige Änderungen geben würde. Zum Beispiel in Verteidigung gegen die Dunklen Künste hatten sie eine neue Lehrerin und was sie von ihr gehört hatte, was nicht gerade etwas gewesen, dass sie erfreut hatte.
Alleine schon, wenn sie nur daran dachte wie sie aussah oder sprach, lief es ihr Kalt den Rücken hinab. Nein, nein, sie war sich sicher, dass die Lehrerin ihnen nichts nützliches beibringen würde, was schade war. Denn Verteidigung gegen die dunklen Künste konnte wirklich spannend sein, wie der Lehrer vor zwei Jahren bewiesen hatte. Aber mit so etwas dürften sie dieses Jahr wohl nicht rechnen.

Jemand näherte sich der Kutsche, wie sie feststellte und sie verengte die Augen zu finsteren Schlitzen. Ein Ravenclaw, der in ihr die Erinnerung an ihre schweigenden Minuten unter dem sprechenden Hut weckte. Er hatte gemeint, dass er sich nicht entscheiden konnte, wohin sie gehen sollte, war dann aber der Meinung, dass sie in Slytherin ganz gut aufgehoben sei. ‚Ein wenig Vernunft tut dem Haus gut.’ Sie wusste bis heute nicht, was er damit meinte.
Als er sich in schräg gegenüber hinsetzte und schwieg schürzte sie die Lippen. Also Höflichkeit war etwas anderes, dachte sie säuerlich und starte ihn kurz an, eher ein Eulenschrei sie aus diesen Gedanken riss. Sie streckte den Arm bei der Tür hinaus und ihre Eule Antaresia landete auf ihrem Arm, welchen sie schnell wieder herein zog. Sie stieß mit ihrem Kopf gegen das Kinn von Eris und schien sich an sie zu schmusen, doch sie hatte ihren Blick schon wieder auf den Ravenclaw gerichtet.
„Ist eine Begrüßung zu viel verlangt?“; fragte sie schnippisch, doch er konnte garnicht antworten denn eine kleine Gruppe aus jungen Gryffindors und Hufflepuffs kam nun ebenfalls in die Kutsche hinein, was Eris dazu veranlasste nur noch finsterer drein zu Blicken. Augenblicklich verstummten die Gespräche und es herrschte angespanntes Schweigen.
„Was ließt du da?, verlangte sie mit kühler Stimme von Charlie zu wissen. Sie hatte gesehen, dass er ein Buch in den Händen hielt und das war etwas, was sie sogar interessierte. Die jungen Schüler – offenbar erleichtert dass sie nicht die ganze Fahrt über schweigen mussten – begann sich leise zu unterhalten.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 21:34

Charlie hob den Blick von 'Tintenblut' und sah das Mädchen flüchtig erstaunt an, ehe auf einmal mehrere jüngere Schüler aus Gryffindor und Hufflepuff in die Kutsche kamen.
Er beobachtete sie kurz, ehe er sich wieder seinem Buch zuwandte, ohne aber zu lesen.
Das Mädchen hatte eine Begrüßung erwartet? Normalerweise gingen Ravenclaws ja so gut wie immer schweigend an Slytherins vorbei und auch die anderen Häuser hielten es ähnlich. Aber ... sie hatte recht. Die Höflichkeit hätte eine Begrüßung erfordert. Dennoch. Wenn er jetzt noch zurück grüßen würde, käme er sich blöd vor, aber wenn er es nicht täte, würde sie womöglich noch mehr darauf rumhacken. Und doch kannte er genug Slytherins, die einen nur anpflaumten, wenn man sie höflich begrüßte, dass wusste Charlie noch aus seinen ersten beiden Jahren an der Schule. Irgendwann hatte er wohl damit aufgehört.
Ihre zweite Frage riss ihn aus den Gedanken. Warum nur klangen Slytherins immer überheblich?
"Ähm ... einen Roman. Also es ist kein Schulbuch." Idiot. Das versteht man normalerweise darunter. Die Art der Slytherins brachte ihn doch immer wieder aus dem Konzept. Er klappte das Buch zu, nicht, ohne einen Zeigefinger zwischen den Seiten zu lassen, auf denen er zuletzt gelesen hatte, und hielt es so, dass das Mädchen das Cover sehen konnte.
Wenn er Glück hatte, sagten ihr weder der Name der Autorin noch der Titel des Buches etwas und sie ließ sich von den sich bewegenden Tuschezeichnungen überzeugen, dass es von einer Hexe geschrieben worden war. Außerdem sah Charlie ihr in die auffallend blauen Augen, um nicht wieder unhöflich zu sein.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 21:52

Gespannt beobachtete sie das Gesicht des Ravenclaw und streichelte nun ihrer Eule sanft über den Kopf, was diese zu freuen schien, denn sie stieß nur noch kräftiger mit den Kopf gegen Eris. Diese kraulte sie, woraufhin die Eule ein eigenartiges Geräusch von sich gab, was an ein Schnurren oder Gurren erinnerte. Manches mal hatte man den Eindruck, dass die Eule mehr eine Katze war, besonders dann wenn sie den ganzen Tag auf ihrer Schulter saß und gestreichelt werden wollte.
Ehrlich interessiert sah sie sich den Buchtitel an, doch er sagte ihr rein garnichts, weder der Autor noch der Titel selber und das musste etwas bedeuten, denn sie las wirklich sehr viel. Viel anderes konnte sie auch nicht machen.
"Ich sehe, dass es kein Schulbuch ist", sagte sie, für einen Slytherin sogar garnicht so unfreundlich und beobachtete die Figuren, wie sie sich bewegten. Es sah interessant aus, dass musste sie sich eingestehen. Und der Titel schien auch nicht so umspannend zu sein.
"Ich kenne den Autor nicht. Um was geht es?" Nun klang sie wirklich interessiert, denn Bücher waren etwas, was sie auch interessierte.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 22:51

Charlie lächelte erleichtert, erstens, weil sie das Buch nicht kannte und zweitens, weil sie nicht so ruppig schien wie die meisten anderen Slytherins. Glück gehabt.
Esmeralda schlug mit dem Schwanz und musterte erst Eris misstrauisch, ehe ihr Blick wie gebannt auf der Eule hängen blieb. Aber Charlie hielt sie nicht fest, für den Fall, dass sie aufsprang und den Vogel anfiel, denn er hatte ihr antrainiert, wenigstens Eulen in Ruhe zu lassen. Mit den anderen Vögeln funktionierte das noch nicht so gut. Vermutlich, weil sie keine wichtige Funktion in der Welt der Zauberer hatten und dumm war Esmeralda auf jeden Fall nicht. Nun musterte sie wieder die Slytherin und ihr Blick war nicht freundlich. Ja, manchmal schien sie erschreckend schlau für eine Katze zu sein. Die grünen und silbernen Farben fielen ihr sofort an der Uniform des Mädchens auf und ihre Schwanzspitze zuckte bedrohlich.
Versau mir das bloß nicht, Esmeralda, dachte Charlie, während er selbst noch einmal seinen doch sehr gelungenen Zauber auf dem Cover musterte. Das ist eine Slytherin, die mich nicht gleich auseinander nehmen will, also beherrsch dich. Große Sorgen machte er sich aber nicht. Solange er einigermaßen ruhig blieb, war sie es meistens auch.
"Es handelt ... von einer Welt hinter den Buchstaben. Einige wenige Menschen haben die Gabe, sich in geschriebene Geschichten 'hineinzulesen'. Sie können dann dort leben und die Charaktere der Geschichte in Fleisch und Blut vor sich sehen." Er lächelte, die Geschichte gefiel ihm wirklich sehr und er hoffte, für eine grobe Zusammenfassung war das, was er gesagt hatte, annehmbar gewesen.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 23:13

Antaresia schien den Blick der Katze zu merken, denn mit einem mal begann sie aufgeregt zu fiepsen und auf Erimas Finger zu picken. "Auuuaa, hör auf." Sie fluchte leise und schnappte die kleine Eule so, das sie ihr nicht mehr auf den Händen herum hacken zu können, um sie auf die Gefahr aufmerksam zu machen. War ja nicht so, als wäre die Katze unauffällig gewesen. Aber das sie die Katze schon längst gesehen hatte, das wusste die kleine Eule nicht. Dafür war sie dann doch nicht intelligent genug.
Ihr sanft über das Gefieder streichelnd und sie an sich drückend, beruhigte sie die Eule wieder, welche sich auch zu entspannen schien, selbst wenn sie einen misstrauischen Blick auf die Katze warf, so als würde sie jeden Moment damit rechnen, angefallen zu werden.
Gespannt hörte Eris zu, denn immerhin kannte sie dieses Buch nicht und somit war es etwas spannendes. Doch ein wenig eigenartig fand sie das Verhalten der Zauberer schon. Zumindest würde sie ganz anders reagieren. Und woher kamen diese Fähigkeiten? War es ein Zauber, oder vielleicht mehr eine Art Fluch?
"Aber wieso… Wieso ist das etwas besonders? Sie könnten sich doch auch einfach ihre Lieblingsfiguren heraus zaubern, eine Illusion erschaffen oder so etwas. So würde zumindest ich es machen."

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 23:21

Charlie beobachtete, wie das Mädchen seine Eule beruhigte. Doch als diese sich dann wieder einigermaßen beruhigt hatte, verwarf er den Gedanken, Esmeralda schon hier aufs Gelände zu schicken.
So, jetzt wirds knifflig. Aber mit der Zeit hatte Charlie ein Gefühl dafür entwickelt, wie man sich aus diesen Fragen über seine Muggel-Bücher herausreden konnte. Hoffentlich funktionierte es auch dieses Mal.
Er lächelte. "Ja, aber das wäre nicht dasselbe. Eine Illusion ist etwas ganz anderes, als die Person tatsächlich kennenzulernen. Und wenn man in ihrer eigenen Welt ist, kann man unbemerkt bei ihnen sein, mit ihnen leben, ohne dass sie bemerken, dass man nicht dazu gehört. Wenn man sich nicht zu sehr bemerkbar macht, vorausgesetzt."
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 23:31

"Hm." Sie musste eingestehen, dass das einleuchtend klang, doch das würde sie nicht zugeben. Denn dann würde sie auch zugeben, dass sie nicht so weit gedacht hatte und sich somit schlechter darstellen, als ihren Gegenüber. Und ihre Familie hatte ihr lang genug beigebracht, dass man sich niemals schlechter als sein gegenüber darstellen sollte und das nicht einmal in solchen Kleinigkeiten wie dieser hier. Denn man musste immer zeigen, dass man mindestens genau so gut war, wie sein Gegenüber, noch besser: Man war viel besser.
Sie ließ ihren Blick hinaus wandern, wo die Landschaft vorbei ratterte und sie musste wieder an die Testrale denken. Diese unheimlichen Gestalten, welche ihr noch immer so gruselig waren, dass sie garnicht daran denken wollte, dass sie gerade von so einem Tier gezogen wurden. Mit ihrer ledernen Haut und ihren knöchernen Flügeln. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und sie fröstelte. Nein, besser an etwas anderes denken!

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 08 Sep 2014, 23:40

Charlie sah sie noch eine Weile an, ehe er akzeptierte, dass das Gespräch offenbar vorbei war.
Also hielt er das Buch in einer Hand und versank wieder darin, während er Esmeralda zwischen den Ohren kraulte. Sie schnurrte nicht und rollte sich auch nicht entspannt zusammen, das machte sie nicht, wenn Fremde in der Nähe waren. Aber sie hörte auf, mit dem Schwanz zu schlagen und sah nicht mehr ausschließlich Eris an, sondern musterte auch die anderen Schüler und die Kutsche.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 12:32

Schließlich kam die Kutsche ruckelnd zum stehen und Eris stieß sofort die Türe auf. Als sie hinaus sprang, flatterte Antaresia von ihrer Schulter weg und auf das Schloss zu. Kurz sah Eris der Eule nach, eher sie zu den Testralen schaute, sie sich schüttelte und sich dann beeilte in das Schloss zu kommen. Ihre Freunde hatten nicht auf sie gewartet und sie hoffte, dass sie ihr einen guten Platz reserviert haben würden, denn anderenfalls würde sie irgendwo zwischen Leuten sitzen müssen, die sie vielleicht nicht mochte. Bei den Gedanken verdunkelte sich ihr Blick, während sie die Treppe hinauf lief.
Als sie in die große Halle kam, lief sie direkt auf den Tisch von Slytherin zu. Sie blickte sich nur einmal in der Halle um und erkannte, dass zwei Lehrer neu waren, eher sie auch schon bei Blaise stand. Sie sah ihn fragend an und er rückte zur Seite um ihr Platz zu machen.
"Danke", murmelte sie und blickte zum Eingang, ob sie den Ravenclaw sehen würde, der mit ihr in der Kutsche gesessen war.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 12:43

Als das Mädchen aufsprang, bemerkte Charlie erst, dass die Kutsche stand. Er legte das Stofflesezeichen, das am Buch befestigt war, zwischen die Seiten, nahm Esmeralda von seinem Schoß und stand auf. Die Katze kletterte ihm auf die Schulter, wo sie sich wieder um seinen Nacken legte.
Charlie ließ die Jüngeren zuerst aussteigen und folgte ihnen dann. Kurz sah er zum Himmel, auf den See, zum Verbotenen Wald, zu Hagrids Hütte - und lächelte. Dann sah er das Schloss und lächelte noch mehr. Endlich wieder hier.
Er trat in die Große Halle und suchte sich einen Platz am Ravenclawtisch neben Michael Corner, legte sein Buch auf den noch leeren goldenen Teller vor sich und begann wieder zu lesen, bis die Ansprachen und die Einteilung des Hutes folgen würden.
Zwischendurch sah er kurz zwischen den Köpfen der Ravenclaws zum Lehrertisch, wo offenbar zwei neue Lehrer saßen. Dabei fiel ihm Luna auf, aber das war kein Wunder. Ihre langen hellen Haare stachen einfach zwischen den dunklen Schulumhängen heraus.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 12:52

nach wenigen Augenblicken öffnete sich die Tür zur Eingangshalle. In einer langen Reihe kamen die verängstigt wirkenden Neulinge herein, angeführt von Professor McGonagall, die einen Stuhl trug, auf dem ein alter Zauberhut lag, arg geflickt und gestopft und mit einem breiten Riss über der ausgefransten Krempe.
Das Stimmengewirr in der Großen Halle erstarb. Die Erstklässler stellten sich vor dem Lehrertisch auf, die Gesichter den anderen Schülern zugewandt, während Professor McGonagall den Stuhl bedächtig vor sie hinstellte und dann beiseitetrat.
Die ganze Schule wartete mit angehaltenem Atem. Dann öffnete sich der Riss nahe der Hutkrempe weit wie ein Mund und der Sprechende Hut begann zu singen:
"In alter Zeit, als ich noch neu,
Hogwarts am Anfang stand,
Die Gründer unsrer noblen Schule
noch einte ein enges Band.
Sie hatten ein gemeinsam’ Ziel,
Sie hatten ein Bestreben:
Die beste Zauberschule der Welt,
Und Wissen weitergeben.
»Zusammen wollen wir bau’n und lehr’n!«
Das nahmen die Freunde sich vor.
Und niemals hätten die vier geahnt,
Dass ihre Freundschaft sich verlor.
Gab es so gute Freunde noch
Wie Slytherin und Gryffindor?
us Hufflepuff und Ravenclaw?
Weshalb ging dann dies alles schief,
Hielt diese Freundschaft nicht?
Nun, ich war dort und ich erzähl
Die traurige Geschicht’.
Sagt Slytherin: »Wir lehr’n nur die
Mit reinstem Blut der Ahnen.«
Sagt Ravenclaw: »Wir aber lehr’n,
Wo Klugheit ist in Bahnen.«
Sagt Gryffindor: »Wir lehr’n all die,
Die Mut im Namen haben.«
Sagt Hufflepuff: »Ich nehm sie all’
Ohne Ansehen ihrer Gaben.«
Am Anfang gab es wenig Streit
Nur Unterschiede viele,
Denn jeder der vier Gründer hatte
Ein Haus für seine Ziele.
Sie holten sich, wer da gefiel;
So Slytherin nahm auf,
Wer Zauberer reinen Blutes war
Und listig obendrauf.
Und nur wer hellsten Kopfes war,
Der kam zu Ravenclaw.
Die Mutigsten und Kühnsten doch
Zum tapferen Gryffindor.
Den Rest nahm auf die Hufflepuff,
Tat allen kund ihr Wissen,
So standen die Häuser und die Gründer denn
In Freundschaft, nicht zerrissen.
In Hogwarts herrschte Friede nun
In manchen glücklichen Jahren,
Doch bald kam hässliche Zwietracht auf,
Aus Schwächen und Fehlern entfahren.
Die Häuser, die vier Säulen gleich
Einst unsre Schule getragen,
Sie sahen sich jetzt als Feinde an,
Wollten herrschen in diesen Tagen.
Nun sah es so aus, als sollte der Schule
Ein frühes Ende sein.
Durch allzu viele Duelle und Kämpfe
Und Stiche der Freunde allein.
Und schließlich brach ein Morgen an,
Da Slytherin ging hinfort.
Und obwohl der Kampf nun verloschen war,
Gab’s keinen Frieden dort.
Und nie, seit unsere Gründer vier
Gestutzt auf dreie waren,
Hat Eintracht unter den Häusern geherrscht,
Die sie doch sollten bewahren.
Nun hört gut zu dem Sprechenden Hut,
Ihr wisst, was euch beschieden:
Ich verteil euch auf die Häuser hier,
Wie’s mir bestimmt ist hienieden.
Ja, lauscht nur meinem Liede gut,
Dies Jahr werd ich weitergehen:
Zu trennen euch bin ich verdammt,
Doch könnt man’s als Fehler sehen.
Zwar muss ich meine Pflicht erfüllen
Und jeden Jahrgang teilen.
Doch wird nicht bald durch diese Tat
Das Ende uns ereilen?
Oh, seht das Verderben und deutet die Zeichen,
Die aus der Geschichte erstehen.
Denn unsere Schule ist in Gefahr,
Sie mag durch äußere Feinde vergehen.
Wir müssen uns stets in Hogwarts vereinen
Oder werden zerfallen von innen.
Ich hab’s euch gesagt, ich habe gewarnt …
Lasst die Auswahl nun beginnen."
Der Hut erstarrte wieder, Beifall brandete auf.

Eris klatschte, aber mehr mit nachdenklichem Gesicht. Was der Hut gesagt hatte… So lnag und vor allem warnend hatte er in ihrer Gegenwart noch nie gesprochen. Was das bedeutete, konnte sie noch nicht sagen, aber sie fürchtete, dass es kein gutes Zeichen war.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 13:07

Kaum war die große Tür aufgegangen, hatte Charlie sein Buch beiseite gelegt und die neuen Schüler beobachtet.
Schweigend wie der Rest der Halle lauschte er dem Lied des Huts und runzelte die Stirn, als er geendet hatte. Wir sollen einig sein. Das klingt bestrebenswert, aber er hat recht: durch die Tatsache, dass die Schüler in Häuser aufgeteilt werden, entsteht Gruppendenken. Da ist es schwer, Vertrauen und Gleichmut zu finden. Vor allem zwischen Gryffindor und Slytherin. Ihr Streit besteht schon zu lange. Wissen die Schüler überhaupt, weswegen genau sie einander anfeinden? Er sah hinüber zum Gryffindortisch und dann zu dem von Slytherin. Und er dachte an das Mädchen aus der Kutsche. Mit Leuten wie ihr wäre es jedenfalls leichter, sich zu vertragen, als mit jemandem wie Draco Malfoy.
Charlie fuhr sich nachdenklich über die Federn an seinem Ohrring. Ja, es entsteht eine Gefahr. Dumbledore hat am Ende vom letzten Jahr gesagt, Voldemort sei zurück. Er hat Cedric umgebracht. Das beklemmene Gefühl, dass ihn damals, als die Halle von schwarzen Stoffbahnen verhangen war und Dumbledore die Stimme erhoben hatte, kehrte zurück.
Charlie fiel auf, dass die meisten Schüler tuschelten oder nachdenklich schwiegen.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 13:20

Der Sprechende Hut beschränkte sich normalerweise darauf, die unterschiedlichen Eigenschaften zu beschreiben, die von den vier Hogwarts-Häusern verlangt wurden, und auf seine eigene Aufgabe, die Schüler dementsprechend auf die Häuser zu verteilen. Sie konnte sich wirklich nicht erinnern, dass er jemals eine Warnung ausgesprochen hatte.
Sein Blick wanderte zu den anderen Tischen hinüber und blieb bei den Gryffindore hängen, von denen auch einige zu ihnen böse herüber starrten. Sie aber beachtete sie nicht weiter, denn das spielte keine Rolle. Sie fragte sich, woher der Hut denn all diese Informationen hatte. Vermutlich hörte er im Büro vom Direktor viel, wo er das ganze Jahr über wohl lag. Aber das war geschehen, das er solch eine drängende Warnung aussprach.
Sie wollte sich gerade an Blaise richten und mit ihm darüber reden, was sie gerade gehört hatte, aber Professor McGonagall, die Anstalten machte, die Liste mit den Namen der Erstklässler zu verlesen, versetzte den flüsternden Schülern einen Blick von der vernichtenden Sorte. Kurz tuschelten die Schüler noch, eher sie verstummten.
Professor McGonagall ließ den Blick noch einmal finster über die vier Haustische schweifen, dann senkte sie die Augen auf ihr langes Stück Pergament und rief laut den ersten Namen auf.
"Abercrombie, Euan."
Ein verängstigt wirkende Junge stolperte nach vorne und setzte sich den Hut auf; einzig seine weit abstehenden Ohren verhinderten, dass er ihm sogleich auf die Schultern rutschte. Der Hut überlegte einen Moment, dann öffnete sich der Riss an der Krempe wieder und er verkündete:
"Gryffindor!"

Allmählich dünnte die lange Reihe der Erstklässler aus. In den Pausen zwischen dem Aufrufen der Namen und den Entscheidungen des Sprechenden Huts konnte Harry Rons Magen laut rumoren hören. Schließlich wurde "Zeller, Rose" dem Haus Hufflepuff zugeteilt, Professor McGonagall nahm Hut und Stuhl und schritt mit ihnen davon, und Professor Dumbledore erhob sich.
"An unsere Neuen", sagte Dumbledore mit schallender Stimme, die Arme weit ausgebreitet und ein strahlendes Lächeln auf den Lippen, "willkommen! An unsere alten Hasen: willkommen zurück! Es gibt eine Zeit, um Reden zu halten, aber dies ist sie nicht. Haut rein!"
Es gab anerkennendes Gelächter, und Beifall brandete auf, als sich Dumbledore elegant setzte und sich den langen Bart über die Schulter warf, damit er ihm beim Essen nicht in die Quere kam ? denn aus dem Nichts waren Speisen erschienen, und die fünf langen Tische ächzten unter Braten und Pasteten und Schüsseln mit Gemüse, unter Brot und Soßen und Krügen voll Kürbissaft.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 13:40

Lächelnd über Dumbledores Worte, legte Charlie sich das Buch auf den Schoß (Esmeralda war, kaum war er ins Schloss getreten, die Treppe hinauf irgendwo in den Gängen verschwunden) und nahm sich kleine Portionen, damit er so viel verschiedenes wie möglich probieren konnte. Die Hauselfen hatten sich mal wieder selbst übertroffen.
Schweigend aß er, während er wieder über die Worte des Hutes nachdachte, bis er sich dem Gespräch seiner Freunde anschloss, um nicht allzu schweigsam zu sein. Dann erzählte Cho von dem Tornados-Spiel, dass sie in den Ferien besucht hatte und kurz darauf sprachen alle nur noch von Quidditch, woraufhin Charlie sich wieder ausklinkte, denn damit kannte er sich wirklich nicht aus. Er wusste zwar von den Schultunieren, wie viele Spieler mit welcher Aufgabe auf den Besen unterwegs waren, aber mit speziellen Mannschaften kannte er sich nicht aus. Dieser Sport hatte ihn nie so fesseln können. Zwar feuerte auch er seine Hausmannschaft bei den Spielen an, aber er stellte es sich einfach nur unbequem vor, auf einem Stück Holz so weit oben durch die Luft zu fliegen. Nicht, dass er bequem und faul war, aber er behielt die Füße doch lieber auf dem Boden.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 14:17

Sie wartete ein Weile, bis sich alle genommen hatten, ehr auch Eris sich etwas aus den Teller legte und dann schweigend aß. Doch lange blieb es nicht so, denn schon nach kurzer Zeit entbrannten zahlreiche Gespräche an dem Tisch. Sie alle hatten unterschiedliche Themen, über das was sie in den Ferien erlebt hatten. Sie beteiligte sich nicht an den Gesprächen, denn mit den Gedanken war sie viel zu weit entfernt, dachte noch immer über die Worte des sprechenden Hutes nach.
'Zu trennen euch bin ich verdammt, Doch könnt man’s als Fehler sehen.' Warum sollte es ein Fehler sein die Häuser zu teilen? War es nicht immer schon so gewesen? Was würde passieren, wenn sich das ändern würde? Si konnte es sich nicht vorstellen, dass es anders war. Das alle Schüler zusammen gehörten und keine Trennung war.
'Doch wird nicht bald durch diese Tat, Das Ende uns ereilen? Oh, seht das Verderben und deutet die Zeichen, Die aus der Geschichte erstehen.' Meinte er damit, dass man aus der Vergangenheit lernen sollte? Aber warum sagte er dass dann nicht einfach? Sie sollten aus der Geschichte lernen. Aber bei ihrem Geschichtslehrer würde das wohl kaum möglich sein.
'Denn unsere Schule ist in Gefahr, Sie mag durch äußere Feinde vergehen. Wir müssen uns stets in Hogwarts vereinen, Oder werden zerfallen von innen..' Welche äußeren Feinde meinte er? Gab es eine Bedrohung? Natürlich, angeblich war Voldemort zurück gekehrt, doch dies war nur auf die Worte eines eingebildeten Gryffindore gestützt und sie konnte nicht daran glauben.
Mit einem Seufzer legte sie die Gabel weg. Ihr war der Appetit vergangen, jetzt wo sie an so etwas dachte. Sie wieder unternahm sie einen Versuch mit Blaise darüber zu reden, doch wieder hatte sie das Pech unterbrochen zu werden.

"Nun, jetzt, da wir alle ein weiteres herrliches Festessen verdauen, bitte ich für einige Momente um eure Aufmerksamkeit für die üblichen Bemerkungen zum Schuljahrsbeginn", sagte Dumbledore. "Die Erstklässler sollten wissen, dass der Wald auf dem Schlossgelände für Schüler verboten ist und einige unserer älteren Schüler sollten es inzwischen auch wissen. Mr Filch, der Hausmeister, hat mich, wie er sagt, zum vierhundertzweiundsechzigsten Mal gebeten, euch daran zu erinnern, dass Zauberei zwischen den Unterrichtsstunden auf den Gängen nicht erlaubt ist, ebenso wenig wie eine Reihe anderer Dinge, die alle auf der erschöpfenden Liste nachzulesen sind, die jetzt an Mr Filchs Bürotür hängt.
Dieses Jahr haben wir zwei Veränderungen im Kollegium. Wir freuen uns sehr, Professor Raue-Pritsche erneut willkommen zu heißen, die Pflege magischer Geschöpfe unterrichten wird; wir freuen uns ebenfalls, Professor Umbridge vorstellen zu können, unsere neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste."
Es gab höflichen, wenn auch kaum begeisterten Beifall, und Dumbledore fuhr fort: "Auswahlspiele für die Quidditch-Mannschaften der Häuser finden statt am–"
Er unterbrach sich und sah Professor Umbridge fragend an. Da sie im Stehen nicht viel größer war als im Sitzen, begriff einen Moment lang niemand, warum Dumbledore aufgehört hatte zu reden, doch dann räusperte sich Professor Umbridge,"chrm, chrm", und es war klar, dass sie aufgestanden war und die Absicht hatte, eine Rede zu halten.
Dumbledore wirkte nur einen Moment lang verdutzt, dann setzte er sich munter und sah Professor Umbridge aufmerksam an, als ob er sich nichts sehnlicher wünschte, als ihrem Vortrag zu lauschen. Andere Mitglieder des Kollegiums konnten ihre Überraschung nicht so geschickt verbergen. Professor Sprouts Augenbrauen waren in ihrem zerzausten Haar verschwunden, und Professor McGonagalls Mund war so dünnlippig, wie kaum noch jemals. Niemals zuvor hatte ein neuer Lehrer Dumbledore unterbrochen. Viele Schüler grinsten; diese Frau wusste offensichtlich nicht, wie es in Hogwarts zuging.
"Danke, Direktor", sagte Professor Umbridge geziert, "für diese freundlichen Willkommensworte." Sie hatte eine hohe, hauchzarte Kleinmädchenstimme,
"Nun, es ist wunderbar, wieder in Hogwarts zu sein, muss ich sagen!" Sie lächelte und offenbarte dabei sehr spitze Zähne. "Und solch glückliche kleine Gesichter zu mir aufblicken zu sehen! Ich freue mich sehr darauf, Sie alle kennen zu lernen, und ich bin sicher, wir werden sehr gute Freunde werden!
Das Zaubereiministerium hat der Ausbildung junger Hexen und Zauberer immer die größte Bedeutung beigemessen. Die seltenen Gaben, die Sie von Geburt an besitzen, könnten verkommern, wenn wir sie nicht durch sorgfältige Anleitung fördern und hegen würden. Die uralten Fähigkeiten, die der Gemeinschaft der Zauberer vorbehalten sind, müssen von Generation zu Generation weitergegeben werden, wenn wir sie nicht für immer verlieren wollen. Der Schatz magischen Wissens, den unsere Vorfahren zusammengetragen haben, muss bewahrt, erweitert und vertieft werden von jenen, die zum ehrenvollen Dienst des Lehrers berufen sind

…"

Sie setzte sich. Dumbledore klatschte. Die Lehrer folgten seinem Beispiel, doch einige von ihnen schlugen ihre Hände nur ein- oder zweimal zusammen, um dann innehielten. Ein paar wenige Schüler schlossen sich dem Beifall an, doch die meisten, die nicht mehr als einige Worte lang zugehört hatten, waren vom Ende der Rede überrascht worden, und bevor sie ordentlich applaudieren konnten, hatte sich Dumbledore bereits wieder erhoben.
"Ich danke Ihnen vielmals, Professor Umbridge, das war eine höchst aufschlussreiche Rede", sagte er und verbeugte sich vor ihr. "Nun, wie gesagt, die Quidditch-Auswahlspiele finden statt am…"

Eris wandte sich Blaise mit finsterem Blick zu. Er sah sie müde an und schien verdutzt, dass sie so wütend schien. "Was ist denn los?", fragte er und auch die anderen sahen sie verwundert an.
"Ich mag sie nicht", meinte Eris nur und nickte mit ihrem Kinn zum Lehrertisch, wo die rosa Kröte nun wieder saß. Sie war ihr zutiefst zuwider und sie konnte noch nicht genau sagen weshalb. Vielleicht wegen ihm Auftreten, aber vermutlich viel mehr wegen ihren Worten. Das klang ganz stark so, als würde das Ministerium die Schule übernehmen wollen. Und auch wenn sie dem Ministerium loyal gegenüber war, so fand sie die Schule gut so wie sie war.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 14:30

Unsicher klatschte Charlie ein wenig, als Umbridge fertig war.
"Was war das denn?", fragte Padma und sah mit zusammengezogenen Augenbrauen zum Lehrertisch hoch.
Besonders am Ravenclawtisch wurde nach der Rede getuschelt, doch alle verstummten, als Dumbledore wieder zu sprechen begann und als sie entlassen wurden, hatte niemand mehr Lust, sich darüber zu unterhalten. Die meisten waren satt und müde und zufrieden.
Aber Charlie saß noch ein bisschen länger an seinem Platz, während der Lärm plaudernder Schüler und ihrer Schritte durch die Halle klang.
Als sich der größte Ansturm auf die große Treppe in der Eingangshalle gelegt hatte, stand auch er auf, klappte sein Buch auf und ging langsam hinaus, wo die Slytherins links zu den Kerkern und die Hufflepuffs rechts zu den Küchen verschwanden, während die Gryffindors und Ravenclaws die Treppe hinaufgingen. Einige Vertrauensschüler riefen nach Erstklässlern, doch er hörte weder das, noch konnte er sich auf 'Tintenblut' konzentrieren.
Die Worte vom Hut und der neuen Lehrerin spukten ihm im Kopf herum. Was für ein ereignisreicher erster Abend. Er fragte sich, wie Umbridges Unterricht sein würde und ihm schwahnte nichts Gutes. Dennoch verscheuchte er den Gedanken. Jeder verdiente eine Chance.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 09 Sep 2014, 14:48

Blaise erhob sich und stupste sie an der Schulter an, denn er, Millicent und Adrian warteten schon auf sie, doch sie hatte ihren Blick auf Draco gerichtet, der sich gerade um die neuen Erstklässler kümmern musste und dabei sich nicht gerade toll anstellte, wie sie fand. Doch sie wäre nicht so dumm und würde sich einmischen, er und Pansy würden das schon hinbekommen, da war sie sich sicher.
Schließlich erhob sie sich doch und folgte den anderen, doch ihr Blick war noch immer auf Draco gerichtete. Sie hob ihre Röcke an und folgte ihnen langsam aus der großen Halle hinaus, das Ausgangsportal war verstopft von all den Schülern.
"Erstklässler, hier her!" "Kommt her, ihr Knirpse, hier her!" "Alle Erstklässler hier her, Erstklässler!" Der Lärm war entsprechen laut, aber das störte sie nicht weiter, nicht im 5. Jahr. Doch schließlich lösten sich die Masse auf, als sich die einzelnen Häuser zu ihren Gemeinschaftsräumen auf den Weg machten. Ihre kleine Gruppe stieg die Treppen hinab, zu dem kühlen, feuchten Gemeinschaftsraum hinab. Sie mochte ihn nicht, der war unfreundlich.
"Phönixfeder", sagte Blaise vor der Steinmauer, welche sich zur Seit schob.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 10 Sep 2014, 00:55

Wie sie sie angeschaut hatte! Wie sie gesprochen hatte! Als würde sie mit kleinen aufmüpfigen Kindern sprechen. Diese seltsame Umbridge. Das furchtbare Rosa hatte aus all den schlichten Umhängen der anderen Lehrern unangenehm herausgestochen.
Charlie schüttelte leicht den Kopf, um sie endlich aus seinen Gedanken zu verscheuchen.
Jetzt konnte er sich wieder einigermaßen auf sein Buch konzentrieren, weshalb er langsamer als die anderen Schüler ging. Seine Füße trugen ihn wie von selbst zum siebten Stock, dann in den Turm, die Wendeltreppe hinauf, bis er vor der Tür stand, wo der Türklopfer in Form eines Adlers wartete. Erst da hob Charlie den Blick und bemerkte, dass alle anderen wohl schon im Gemeinschaftsraum waren, denn hier war niemand mehr. Zum Glück war es einfacher, in diesen Gemeinschaftsraum zu kommen, als in einen der anderen. Da hätte er sich ein Passwort sagen lassen müssen und wäre jetzt ratlos ausgesperrt gewesen. Aber hier musste er nur eine Frage beantworten. Was heißt nur ... es waren immer schwierige Fragen, auf die meist nur ein Ravenclaw die Antwort wusste. Natürlich gab es Ausnahmen in den anderen Häusern. Hermine Granger zum Beispiel, sie war aus Gryffindor. Und einige der Lehrer hätten mit dem Adler auch sicher kein Problem. Und selbst die Ravenclaws brüteten manchmal eine längere Zeit oder mussten warten, bis jemand anderer kam, der die Frage beantworten konnte.
Gespannt klopfte Charlie einmal, das Buch, mit einem Zeigefinger zwischen den Seiten, geschlossen. Der Adler erwachte zum Leben und sprach: "Jeder will glücklich sein, doch niemand will Verluste beklagen."
Charlie schwieg einen Moment, ehe er lächelte und ruhig antwortete: "Es gibt keinen Regenbogen ohne Regen."
Die Tür schwang auf und er trat in den runden Raum. Sofort erfüllte ihn ein wunderbares Gefühl. Etwas wie Freundschaft, Heimat und Kaminfeuer in einem.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 10 Sep 2014, 20:54

Leises Gemurmel war zu hören, als sie vom Eingang weg ging, das Knirschen der sich schließenden Wand ertönte hinter ihr. Der Raum hatte immer eine leicht grüne Färbung, welche von den grünen Kugellampen, welche überall aufgestellt waren, her kam. Die rohen Steinwände schimmerten gelegentlich feucht, was daher kam, dass der Gemeinschaftsraum gleich neben dem See lag. Auch die Kälte, welche nur von dem Kaminfeuer vertrieben wurde, kam daher.
Sie ging auf einen der großen Lehnstühle zu, welcher nahe beim Feuer stand und ließ sich hinein sinken, starrte in das Feuer. Immer wieder hörte Man schritte, welche laut die steinernen Treppen hinauf oder hinab stiegen und dann eine Türe zufallen ließen, oder wie jemand in einer Tasse umrührt. Doch wirklich lange hielt sich hier im Gemeinschaftsraum kaum einer auf. Dafür war es viel zu ungemütlich.
Nicht selten fragte sie sich, weshalb sie als solch ein stolzes Haus nur einen solch schäbigen Gemeinschaftsraum bekommen hatte. Die Schrumpfköpfe waren zwar eine gängige Dekoration unter Reinblütern, aber weder vom Sonnenlicht abgeschirmt, noch feucht und kalt waren Eigenschaften, welche ein edler Mensch bevorzugte.
Und so kam es, dass sie die meiste Zeit in der Bibliothek, in einem verstecken Winkel verbrachte und dort las. Sie liebte den Geruch der alten Bücher und die stickige Wärme, welche dort meistens herrschte. Zudem konnte man dort super Hausaufgaben machen, da es so ruhig war. Auch lernen ging dort gut, wenn man alleine war und nicht eine ganze Gruppe an Leuten bei sich hatte, welche Lärm machten.
Sie unterdrückte ein Gähnen und starrte noch einige Momente mit glasigen Augen in das Feuer, welches munter vor sich her flackerte und lauschte auf das Knacken des brennenden Holzes. Doch ansonsten war es inzwischen vollkommen ruhig geworden und man konnte nun die Geräusche des Sees hören, wie er leise hin und her schwappte. Wieder gähnte Eris und rappelte sich auf um aus dem Sessel zu kommen.
Mit müden Schritten ging sie auf die Türe zu ihrem Schlafsaal zu, die Treppen hinauf und durch die Türe. Außer ihrem Himmelbett waren schon alle besetzt und so schlich sie zu ihrem Koffer, wo sie ihr Gewand für die Nacht heraus holte und sich leise umzog. Sie war froh, nun da sie in der Schule war, brauchte sie keine Unterröcke mehr zu tragen, was es ungemein erleichterte sich fortzubewegen. Zwar würde sie auch weiterhin größtenteils Kleider und Röcke tragen, welche auffallend und edel waren, doch nicht mehr so ausladend.
Bevor sie sich in ihr Bett legte, sah sie noch einmal aus dem Fenster, auch wenn es auf Bodenhöhe war, konnte man den Mond sehen, eher sie sich in ihr Bett fallen ließ. Mit den Gedanken bei den Worten des sprechenden Hutes und den Worten von Umbridge schlief sie ein.

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Ranjana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 10 Sep 2014, 21:12

Charlie unterhielt sich noch ein wenig mit den anderen Ravenclaws, sie rätselten über den Unterricht der neuen Lehrerin und einige verkündeten, dass sie froh über Raue-Pritsche waren, da sie von Hagrids Unterricht doch wenig hielten.
Dazu sagte Charlie nichts. Zwar brachte der Halbriese nicht selten ziemlich fragliche Geschöpfe mit zu den Stunden, doch dadurch hatten sie auch viel gelernt.
Der runde Gemeinschaftsraum mit den gemütlichen Sesseln, dem großen Kamin, in dem ein wärmendes Feuer loderte und den Teppichen, die die Farben von Ravenclaw zeigten, war einfach einer der heimeligsten Orte, die Charlie kannte.
Schließlich gingen die ersten zu Bett, müde von der Anreise und dem guten Festessen. Und auch er ging die kleinere Wendeltreppe hoch zum Jungenschlafsaal, zog seinen dunkelblauen Pyjama an und ließ sich in die weichen Kissen sinken.
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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 10 Sep 2014, 21:28

Am nächsten morgen war Eris, obwohl sie als letzte schlafen gegangen war, auch schon als erste wieder wach. Sie war enger eine Nachteule, stand dafür aber immer früh auf. Darauf zu warten, dass die anderen aufwachten und sich für das Frühstück und den danach anstehenden Unterricht vorzubereiten, hatte sie keine Lust, weshalb sie ihre Tasche nahm und eilige den Schlafsaal verließ. Auch der Gemeinschaftsraum war noch wie ausgestorben, genauso wie die Gänge. Erst in der großen Halle trafen sie einige wenige Leute, welche so wie sie schon früh am Morgen zum Frühstück gegangen waren. Sie ließ ihren Blick über die große Halle schweifen, eher sie zu dem Tisch ihres Hauses ging und sich dort nieder ließ.
Hier würde sie sehr wohl auf die anderen warten müssen, denn Professor Snape würde ihnen ihre Stundenpläne erst bringen und bis dahin konnte sie sich nicht auf den Weg zu den Klassenräumen gehen. Und ob die Bibliothek schon offen hatte, bezweifelte sie. Aber zum Glück hatte sie ihr eigenes Buch dabei, welches sie nun aufschlug. Sie hatte es von Zuhause mitgebracht, auch wenn sie keine Sorgen haben musste, dass sie hier nicht finden würde.

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Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1
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