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 Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1

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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 22:27

Eris sah verwundert zwischen Luna und Charlie hin und her, eher sie Kopfschüttelnd weiter an ihrem Aufsatz schrieb. Sie würde sich an diesem Gespräch sicher loch nicht beteiligen, nicht bei diesem verrückten Mädchen. Sie wollte lieber die Hausaufgabe fertig bekommen.

"Ich habe gesehen, wie du mich des öfteren angesehen hast." Meinte sie und lächelte ein wenig. "Und ich habe mich gefragt, ob etwas nicht stimmt. Vielleicht ist es etwas mit meinen Haaren? Es ist okay, mir das zu sagen, ich will nicht wie eine Wirre wirken, die sich nicht einmal um sich selbst kümmern kann."
Als sie Eris unterdrückt lachen hörte, warf sie ihr kurz einen bösen Blick an.

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Ranjana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 22:34

Sein Magen zog sich zusammen. Hatte er tatsächlich so oft zu ihr geschaut?
Ihre direkte Ehrlichkeit kannte er schon, aber das war das erste Mal, dass er selbst Opfer davon wurde. Tapfer lächelte er weiter und warf Eris kurz mit hochgezogenen Brauen einen nicht allzu freundlichen Blick zu.
Was sag ich jetzt nur?
"Nein, nein, mit deinen Haaren ist alles in Ordnung. Sie sehen wunderbar aus wie immer." Er schluckte. Hatte er das jetzt wirklich gesagt? "Ich ..." Na los, lass dir was einfallen! Wieso machst du dir überhaupt so viele Gedanken? Du bist doch sonst nicht so! "Ich hab mir nur überlegt, ob du diese Ohrringe selbst gemacht hast. Sie würden meiner Schwester sehr gefallen und vielleicht besorge ich ihr solche, wenn du mir sagst, wo du sie her hast."
Am liebsten würde er sich irgendwo zwischen den Büchern hier verstecken, mindestens drei Regalreihen weiter. Aber er lächelte noch immer, als wäre genau das der Grund für seine Blicke.
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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 22:39

Nun strahlte Luna wie eine Sonne. "Nein, nein, die habe ich selber gemacht!", sagte sie, klang dabei aber begeistert. Sie schien nichts davon zu merken, wie Charlie sich fühlte. Nein, ganz im Gegenteil.
"Aber du kannst sie gerne haben. Wenn deine Schwester sich darüber freut." Und in Windes Eile hatte sie die Kette und Ohrringe herunter gelöst und drückte sie Charlie und die Hände.
"Richte ihr liebe Grüße aus. Ich muss hetzte weiter." Und dann tänzelte sie auch schon aus der Bibliothek.
Kaum war sie draußen brach Eris in lautes Gelächter aus, welches sie aber schnell unterdrückte, indem sie sich den Mund zuhielt. Sie lief aber ganz rot an und kicherte noch immer.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 23:02

"Oh, wow, danke! Sie wird sich riesig freuen!" Charlie hielt die Schmuckstücke vorsichtig in den Händen und lächelte Luna an. "Tschüss. Und schlaf gut.", fügte er noch rasch hinzu, als sie schon so gut wie draußen war.
Dann legte er Ohrringe und Kette auf den Tisch, musterte sie ein wenig verzweifelt, ehe er säuerlich zu Eris hinüber sah. Er hatte nicht übel Lust, sie mit einem Schweigezauber zu belegen.
"Was soll das?", fragte er sie und hoffte, dass er nicht allzu rot wurde. Er kannte sie nicht gut genug, außerdem war er zu schüchtern, seinen Ärger über ihr Lachen deutlicher zu machen. Am Ende mutierte sie doch wieder zur richtigen Slytherin und behandelte ihn auch wie Dreck, ganz wie es ihre Mitschüler taten. Aber tat sie das nicht jetzt schon? "Hör auf, über sie zu lachen!"
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 23:07

Eris kicherte noch immer, sie konnte es ganz offenbar nicht unterdrücken. "Sie ist so schräg", japste sie und wischte sich Tränen aus den Augen. "Ich hab sie einmal über Schrumpfhörniger Schnarchkackler reden hören. Das man an so etwas glauben kann. Das ist so ein Quatsch." Sie kicherte noch immer und hatte im Zuge dessen einen Strich quer über ihr Pergament gemacht, aber das schien sie nicht zu stören. Sie kicherte noch immer und hielt sich den Bauch, weil er ihr vom Lachen schon weh tat.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 23:13

Er sah sie fassungslos und wütend an. "Woher willst du wissen, dass es sowas nicht gibt?", fragte er aufgebracht, doch mehr konnte er nicht sagen, er fand keine Worte und allzu unhöflich wollte er natürlich auch nicht sein.
Mit wenigen Handgriffen hatte er seine Sachen grob in die Tasche geräumt und stand auf. Er ging ein paar Schritte zur Tür, verharrte, drehte sich noch einmal halb zu ihr um und murrte ein "Gute Nacht!", ehe er aus der Bibliothek stürmte, die Kette aus Butterbierkorken und die Radieschenohrringe fest, aber auch vorsichtig, um nichts zu beschädigen, in der Hand.
Sie war eben doch eine Slytherin. Verärgert schüttelte er kurz den Kopf, während ihn seine Füße raschen Schrittes schnurstracks in Richtung Ravenclawturm führten. Auf einer Treppe blieb er plötzlich stehen. Was, wenn Luna im Gemeinschaftsraum war? Die Treppe änderte ihre Richtung, jetzt musste er sowieso warten, wenn er keinen Umweg gehen wollte. Wieso machst du dir darüber Gedanken? Dann ist sie eben da. Na und? Sie ist doch nett. Was ist dein Problem?
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 23:21

Ersi kicherte noch eine ganze Weile, eher sie ihre Hausaufgaben erledigte und sich dann auf den Weg in den Gemeinschaftsraum machte. Sie sprach mit niemanden und legte sich direkt in ihr Bett, woraufhin sie aber noch eine ganze Weile wach lag. Als Daphne herein kam, sagte sie nichts und keiner begann eine Gespräch.
Schließlich, irgendwann schlief sie doch ein. Ihre Sorgen hatten sich aufgelöst. Sie hatte beschlossen am nächsten Tag einfach wieder so zu tun, als wäre nichts geschehen.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mo 15 Sep 2014, 23:30

Reichlich durcheinander kam Charlie beim Adlertürklopfer an und brauchte ganze zwanzig Minuten, bis er seine Gedanken ordnen, sich die Frage ein fünftes Mal anhören und beantworten konnte.
Manchmal wäre ein einfaches Passwort doch besser, dachte er und ging zielstrebig durch den Gemeinschaftsraum, wurde jedoch aufgehalten. Als die Tür aufgegangen war, hatte Anthony sich auf seinem Sessel zu ihm umgedreht. "Hey. Hey, Charlie!"
Endlich hörte der Junge ihn und wandte sich zu ihm um.
"Was is'n los? Du siehst wütend aus."
"Ähm ... ich ... geh ins Bett.", gab Charlie zerstreut zurück und ging die Wendeltreppe zum Schlafsaal hoch. Anthony hob eine Braue und sah Terry an, welcher nur mit den Schultern zuckte. Es war allgemein bekannt bei den Ravenclaws, dass Charlie sowieso nicht viel redete. Er war unscheinbar, ruhig und schüchtern. Dennoch ... mit seinen Freunden redete er normalerweise.

Oben angelangt, setzte er sich auf sein Bett und legte die Kette und die Ohrringe auf sein Nachttischchen, wo er sie eine ganze Weile lang nachdenklich anstarrte. Erschrocken zuckte er zusammen, als Esmeralda ihm auf den Schoß sprang, doch dann kraulte er sie zwischen den Ohren. Seufzend, weil er jetzt sowieso keinen Kopf mehr für Hausaufgaben hatte, zog er sich kurz darauf um und legte sich schlafen.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Di 16 Sep 2014, 21:58

Am nächsten Morgen tat Eris so, als wäre nie was geschehen und zu ihrer Freude, sprang Daphne darauf an. Sie plauderten gemütlichen über die heutigen Stunden, eher sie in den Unterricht gingen. Der verlief, so wie der Rest der Woche sehr unspektakulär, nur das Eris nun die Hausaufgabe im Gemeinschafsraum, zusammen mit den anderen machte. Auch das Wochenende, welches sehr ereignislos verlief, war schnell wieder vorbei und der Montag stand wieder an.

Sie war gerade dabei ihren Toast zu bestreichen und sich zu Fragen, ob sie heute ihre Aufsätze über den Mondstein zurück bekommen würden, als die Eulen eintrudelten und die Morgenzeitung brachten. Eine Eule brachte ihr einen Brief von Zuhause, der aber sehr nichtssagend war, da war der am Wochenende deutlich informativer gewesen, und auch der Tagesprophet kam an. Dich auch darin stand nichts neues. Nur das Umbride jetzt die Stunden überwachen würde, doch das hatte Ihr Vater ihr schon am Vortag mitgeteilt, sodass es keine große Überraschung war. Sie hatte mit ihrem Bruder ausführlich darüber diskutiert, welcher aber nur der Meinung war, dass es gut wäre, wenn das Ministerium durchgreifen würde. Sie selber war da ganz anderer Meinung. Die Schule hatte all die Jahre gut gelaufen und sie glaubte nicht dass es ihr gut tun würde, wenn die Bürokraten sich einmischen würde. Doch das hatte sie natürlich nicht laut ausgesprochen, sondern nur gedacht. Denn ihr Bruder hätte das nur sehr ungerne gehört.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 17 Sep 2014, 01:16

Die nächsten Tage und auch das Wochenende war Charlie nicht mehr in der Bibliothek. Er hatte keine Lust, Eris über den Weg zu laufen und ignorierte nun auch wieder den Slytherintisch, wenn er sich in der Großen Halle aufhielt.
Wie üblich entrollte er am Montag, nachdem er die Eule bezahlt hatte, wieder den Tagespropheten im Glauben, wie immer nutzloses Zeug zu lesen, während er ihn durchblätterte und überflog. Doch diesmal grinste ihm Professor Umbridge von der Titelseite aus an und Charlie stutzte. Was sollte das denn jetzt? Großinquisitorin? Rasch las er den Artikel durch, schüttelte den Kopf und las ihn erneut. In der ganzen Halle hob Getuschel an, denn es bekamen doch einige den Tagespropheten.
"Sie inspiziert unsere Lehrer?", fragte Padma ein paar Plätze weiter fassungslos.
"Ich weiß, nicht zu fassen oder?", gab ihre Schwester zurück, die gerade vom Gryffindortisch herüber geeilt kam.
Charlie war da ganz deren Meinung. Wenn Umbridge bei ihren Inspitionen so vorging, wie er es von dem, was er im Unterricht von ihr mitbekam, erwartete, konnte das nur etwas Schlechtes bedeuten.
Es kann doch nicht sein, dass das Ministerium sich einfach so dermaßen einmischen kann! Und am Ende feuern sie sämtliche Lehrer und dann? Wird jedes Fach von einem Ministeriumsfutzi übernommen, der so einen grottigen Unterricht gibt wie Umbridge?
Er war gespannt auf die erste Inspition.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 17 Sep 2014, 08:16

"Dein Vater hatte recht!" Überrascht sah Eris zu Daphne. Sie war gerade in einen anderen Artikel versunken gewesen.
"Bitte?"
"Mit dem Brief am Wochenende. Der Unterricht wird doch tatsächlich von ihr beobachtet! Na, schlimmer als der Unterricht jetzt schon ist, kann er ja auch kaum noch werden." Daphne klang so als, als würde sie die Schritte des Ministeriums gut heißen.
"Sie werden endlich ein wenig Ordnung hinein bringen", sagte nun auch Blaise, welcher bis jetzt geschwiegen hatte. "Denn diese Schule ist wirklich schrecklich unordentlich."
Was die beiden sagten, spiegelte gut die Meinung der meisten Slytherin wieder. Und sie hörte auch Draco darüber reden. Natürlich, sein Vater war sogar in der Zeitung gewesen. Dass sich alle Slytherin, die einen Namen hatten, auf die Seite des Ministeriums schlugen, gefiel ihr überhaupt nicht. Das bedeutete, das sie nicht verstanden, was das bedeutete.
"Nun, wir werden sehen wie das wird." Ihr Tonfall war trocken und tonlos, sie stand auf und deutete auf das Tor. "Wir sollten zum Unterricht." Es war noch zu früh, aber sie hatte kein Lust mehr über das Thema zu reden. Als sie weg gingen, sah sie kurz zum Tisch der Ravenclaw, konnte aber Charlie nicht entdecken. Sie fragte sich, was er davon dachte, rügte sich aber gleich dafür. Das konnte ihr doch egal sein!

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Mi 17 Sep 2014, 20:48

Angespannt ging Charlie in die ersten Stunden, doch weder bei Professor Flitwick, noch bei Professor Trelawney war Umbridge zu sehen. Charlie hielt sich vor Alte Runen so lange wie möglich in der Großen Halle auf, um Eris nicht wieder über den Weg zu laufen, bevor der Unterricht begann. Während den Stunden, in denen er in der ersten Reihe saß, ignorierte er sie einfach und arbeitete konzentriert mit. Nach Unterrichtsende war er einer der Ersten, die aus dem Raum eilte.
Und dann kam Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Was auch immer Umbridge Harry bei den Strafarbeiten auftrug, offenbar half es absolut nicht. Keine Viertelstunde hielt er es aus, ehe er wieder laut wurde und schon wieder Voldemorts Namen erwähnte, diesmal in Verbindung mit Professor Quirrel. Das ganze brachte ihm eine weitere Woche Nachsitzen ein.
Charlie schüttelte leicht den Kopf über solch mangelnde Selbstbeherrschung und vertiefte sich kurz darauf wieder in die triste Lektüre.
Er konnte ja verstehen, das Harry keine leichte Zeit durchmachte, wenn wirklich alles stimmte, was er behauptete - und was Luna ihm glaubte - aber dennoch. Er sollte sich mehr im Griff haben.
Beim Abendessen gingen die Gespräche wieder über die Unterrichtsinspektionen und wie fast immer lauschte Charlie ihnen schweigend. Dann ging er in den Gemeinschaftsraum und machte alles, was er an Hausaufgaben hatte. Es war unglaublich viel und es dauerte noch länger, weil er den Kopf mit so viel anderen Dingen voll hatte.
Aber schließlich war er fertig und ließ sich erschöpft in sein Bett fallen. Morgen würde er sicher den Mondsteinaufsatz zurück bekommen, den er nur so schnell hatte aufschieben können, weil Eris ihm geholfen hatte. Aber sie hatte schlecht von Luna gesprochen ... Seufzend nahm er den Federohrring ab und legte ihn auf das Nachttischchen, auf dem vor ein paar Tagen noch die Butterbierkorkenkette und die Radieschenohrringe gelegen hatten. Aber auf eine Bemerkung von Terry hin ("Wieso hast'n du eigentlich Lunas Klunker?"), hatte er sie in seinem Koffer versteckt, nachdem er gemeint hatte, Luna hätte sie ihm für seine kleine Schwester geschenkt. Wieso lügen, wenn die alte Lüge doch gar nicht so schlecht funktioniert hatte?
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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Do 18 Sep 2014, 10:14

Verwandlung war ziemlich langweilig. Die waren inzwischen zwar auf Mäuse übergegangen, welche laut der Lehrerin schwerer waren, immerhin hatten sie Knochen, im Gegensatz zu Schnecken, doch so viel schwerer fand Eris es nicht. Sie hatte es inzwischen schon problemlos geschafft, dass ihre Schnecken spurlos verschwanden Und auch wenn es einige Anläufe brauchte, sie schaffte es etwa zur hälfte der Stunde auch die Mäuse verschwinden zu lassen. Andere schafften es teilweise und sie fragte sich, ob die Tiere hatten leiden müssen. Sie hatte gehört, dass man als nächstes Kätzchen verschwinden lassen sollte und sie hatte keine Lust, einem der Tiere weh zu tun. Als Daphne mit einer halben Maus vor ihr herum gewedelt hatte, hatte es sie schon gegraust. Die armen Tiere!
Zaubertränke hingegen war recht spannend. Wie immer saß sie schweigend da und arbeitete an ihrem Trank, während Snape sich wieder über die Gryffindore her machte. Doch auch mit ihr sprach er kurz und das verwunderte sie. Das Gespräch war nicht sonderlich lang, doch darauf ging deutlich hervor, dass er wünschte sie nächstes Jahr wieder in seinem Unterricht zu sehen und glaubte, dass sie sehr gute Noten in den ZAGs haben würde.
Das beschwingte sie und gab ihr ein Gefühl der Verbundenheit zu ihrem Haus, dass es ihr nicht schwer fiel, den Ravenclaw nach dem Mittagessen zu ignorier. Stattdessen sprach sie fröhlich mit der Schüchternen aus ihrem Haus und arbeitete im Unterricht mit.
Erst in Kräuterkunde, als sie mit irgendwelchen beißenden Pflanzen arbeiteten, dachte sie wieder an ihn, vor allem an sein Gespräch mit dieser Luna. Er glaubt ihr doch noch wirklich, dass es diese eigenartigen Wesen gab, oder? Sie war so eigenartig, so verträumt, das sie nichts auf de Reihe bekam.

Auch der darauffolgenden Tag war nicht spannend, bis aus Pflege magischer Geschöpfe. Denn da war doch tatsächliche Umbridge, welche Professor Rauepritsche ausfragte, genauso wie die Schüler. Doch alle, welche sie nach etwas fragte, hatten sie auch eine Antwort. Auch wenn sie den Halbriesen nicht mochte, hatte er ihnen doch einige interessante Wesen gezeigt, selbst wenn sie den Unterricht nicht mochte. Und Umbridge schien nichts zu finden, wo etwas auszusetzen war.
Doch nach Zauberkunst, war sie so sehr in ihr neues Buch versunken, dass sie den Rest ihrer Gruppe verlobt und sich mit einem mal alleine auf den Weg zum Abendessen fand, irgendwo in den Tiefen des Schlosses.
(Ich hoffe es passt so ^^ Dienstag nach der letzten Stunde, aber vor dem Abendessen, wie du gesagt hast)

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Do 18 Sep 2014, 22:26

(genau, perfekt! :D)

Mäuse verschwinden lassen. Gar nicht mal so leicht, aber nach ein paar Anläufen funktionierte es und Charlie bekam mit einigen anderen Ravenclawschülern ein paar Punkte für sein Haus. Geschichte der Zauberei war so öde wie immer, aber er und seine Mitschüler lösten das Problem mit der schwindenden Aufmerksamkeit wie schon die Jahre zuvor. Nach dem Mittagessen war er dann nervös. Sie würden den Mondsteinaufsatz zurück bekommen. Und wieder dachte er deshalb an Eris. Vielleicht ... hatte sie das mit Luna ja nicht böse gemeint ... immerhin sprachen auch viele Gryffindors nicht unbedingt in den rosigsten Tönen von ihr. Trotzdem, dachte Charlie und schüttelte leicht den Kopf, während er mit den anderen im Korridor vor dem Klassenzimmer von Snape wartete. Das ist wirklich nicht in Ordnung. Weder, wenn es von ihr oder irgendwelchen Slytherins, noch, wenn es von Gryffindors kommt.
Schweigend verteilte der Hauslehrer von Slytherin, kaum saßen sie an ihren Plätzen, die Aufsätze und verkündete, als er wieder vor der Klasse stand, dass er die Hausarbeiten nach ZAG-Standard benotet hatte.
Mit bangem Gefühl sah Charlie auf das Blatt - und atmete erleichtert aus. Doch gleich darauf war er wieder angespannt. Eris hatte ihm viel Zeit gespart und wenn er die Informationen rausgesucht hätte, als er so müde gewesen war, wäre vielleicht irgendein Blödsinn dabei herausgekommen. Wieder verscheuchte er den Gedanken und konzentrierte sich aufs Zaubertränkebrauen.
In Kräuterkunde dann behandelten sie irgendwelche Pflanzen, die laut Professor Sprout eine enorme Heilkraft hatten. Sie gaben die Blätter in eine steinerne Schüssel und zerrieben sie mit einem Mörser, ehe sie noch einigen anderen Schnickschnack beigaben und es eine dickflüssige, nicht unbedingt wohlriechende grüne Masse gab.
Zum Unterrichtsende verkündete die Lehrerin, die Schüler sollten ihre Schüsseln mitnehmen und bis zur nächsten Stunde herausfinden, unter welchen Bedingungen die Essenz am besten reifen konnte.
Charlie packte seine Sachen in seine schwarze Umhängetasche mit den zwei blauen und dem mittleren bronzenen Streifen, und nahm seine Schüssel in die eine, ein paar Schulbücher, die in der Tasche keinen Platz mehr gefunden hatten, in die andere Hand.
Ein wenig überladen machte er sich auf den Weg zum Schloss zurück, wo er beim Abendessen niemandem den Geruch der Salbe zumuten wollte und sie deshalb erst in den Gemeinschaftsraum bringen würde.
Den ganzen Weg über sah er auf seine Schüssel, um die tückische Masse nicht zu verschütten. Offenbar veränderte sie ihre Dickflüssigkeit je nach Temperatur, denn kaum betrat er das Schloss, wurde sie flüssiger. Interessant. Er überlegte bereits, wo er sie am besten für die nächsten Tage hinstellte, als er die Große Treppe in der Eingangshalle hochging.
Mühsam balancierte er seine Bücher und behielt die Essenz im Auge, als er irgendwo im Schloss auf dem Weg zum siebten Stock mit jemandem zusammenstieß. Seine Bücher flogen zu Boden und die Schale glitt ihm aus der Hand und leerte ihren Inhalt über den schwarzen Umhang seines Gegenübers.
Zuerst dachte Charlie daran, dass er nun zu den Gärten zurückgehen und nach noch mehr von der Masse fragen musste, die er aber selbst nicht angefertigt haben würde. Sein zweiter Gedanke war, dass ihm die Person vor ihm leid tat, weil die grüne Masse über den Umhang tropfte und ihren unguten Geruch voll entfaltete. Das alles passierte innerhalb einer Sekunde nach dem Zusammenprall, noch ehe er sich entschuldigen oder seine Bücher aufheben konnte.
Doch dann hob er den Kopf, um die Person anzusehen und er erstarrte. Vor ihm, den Umhang voller stinkender Salbe, stand Snape.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 22:03

Eris war so sehr in ihr Buch vertieft gewesen, dass sie gar nicht aufgesehen hatte, während sie langsam Richtung große Halle geschlendert war. Erst als sie etwas klirren und Spritzen hörte und sah auf.
Im Normalfall hätte sie gelacht. Natürlich nicht über Snape, das würde sie nicht wagen. Doch was dem Schüler, welcher gerade die stinkenden Brühe über ihn verteilt hatte, blühen würde, das würde sie zum lachen bringen. Im Normalfall. Doch das hier war kein Normalfall. Denn der Schüler war Charlie, eben jene Person, welche sie zuletzt gemieden hatte.
Sie handelte instinktiv und es überraschte sie selbst, was sie tat. Schnell eilte sie auf die beiden zu und zog dabei ihren Zauberstab, welchen sie auf Snape richtete.
„Ratzeputz!“ Sofort war alles von dem stinken Zeug weg, wie ins nichts verschwunden. Doch die säuerliche Miene von Snape, mit welcher er nun Charlie drohend fixierte blieb. Sie eilte schnell auf ihn zu, ein aufgeregtes Gesicht zu Schau stellend.
„Professor! Gut dass ich sie finde! Genau sie habe ich gesucht!“ Sie stellte sich zwischen Charlie und Snape, sodass er sie ansehen musste, was er auch wiederwillig tat. „Ich habe gehört, wie die Gryffindore-Zwillinge einen Stinkbomben-Anschlag auf die Türe zum Kerker geplant haben! Wir sollten dort eiligst hin!“ Sie wusste, dass er einen noch größeren Hass gegen Gryffindore als gegen Ravenclaw hegte und hoffte, dass er sich die Chance jemanden aus dem verhassten Haus Strafarbeiten aufzubrummen, nicht entgehen lassen würde.
Und tatsächlich. Einen Moment erkannte sie eine Unentschlossenheit in seinen Augen, welche man nur dann sah, wenn man ihn gut kannte. Und das tat sie, da ihre Mutter aus irgendeinem Grund Kontakt zu ihm hatte und er sogar einmal bei ihnen Zuhause gewesen war. Doch schließlich entschied er sich und nickte ihr zu.
„Zeig mir wo!“ Als sie sich umwandten, zwinkerte sie Charlie unauffällig zu, eher sie mit Snape davon tauschte. Sie hätte wohl einiges erklären müssen, wie sie darauf gekommen war, dass ein Stinkbombenangriff geplant gewesen war, wenn sie nicht unglaubliches Glück gehabt hätte. Denn auf den Weg hinab zu den Kerkern, schritten sie durch einen Gang, der so schlimm nach verfaulten Eiern roch, dass sie würgen mussten. Mit den Worten „Gehe essen, ich werde den Verantwortlichen finden“, entließ er sie und sie eilte einen anderen Weg nehmend hinab zur großen Halle und blieb davor stehen. Kurz spähte sie durch das Portal hinein, ob Charlie schon bei seinem Tisch saß.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 22:20

Wie zur Salzsäule erstarrt hatte Charlie den Lehrer angestarrt, während ihm im Kopf alles durchging, was er jetzt wohl ertragen müsste. Snape würde vielleicht anfangen, ihn anzuschreien oder aber er würde leise und bedrohlich sprechen, was noch schlimmer wäre. Strafarbeiten wären sicher dabei gewesen und, was das absolut schlimmste wäre: Punktabzug für Ravenclaw. Charlie wollte nicht Schuld daran sein, dass die Punkte, die Mitschüler gewannen, von ihm getilgt wurden.
Doch dann tauchte Eris auf. Erstaunt sah er sie an, bis sie kurz darauf mit Snape verschwand. Noch immer starrte er ihr nach, hatte sich noch kein Stück bewegt. Sie hat mich gerettet! Und sie hat wieder gezwinkert. Schlimme Selbstvorwürfe plagten ihn, während er seine Bücher aufhob und die nun leere Schüssel in seiner Tasche verstaute. Ich hätte nicht so gemein sein sollen ... ich hab sie einfach ignoriert, nur weil sie ein bisschen gelacht hat ...
Doch ein weiterer, beunruhigender Gedanke mischte sich darunter, als er den Weg zur Großen Halle einschlug, denn jetzt hatte er keine Lust mehr, in den Gemeinschaftsraum zu gehen, da seine Schüssel ohnehin leer war und die Wahrscheinlichkeit, Eris in der Halle anzutreffen, ja definitiv größer war: Ich stehe in ihrer Schuld. Das könnte sie mir jederzeit vorhalten ...
Aber nach dem, was er von ihrem Verhalten mitbekommen hatte, glaubte er nicht, dass sie so sein würde. Sie war eine Slytherin und hatte über Luna gelacht, aber ansonsten ... hatte sie doch nichts unrechtes getan.
Durch all das wie so oft in Gedanken versunken, setzte er sich an den Ravenclawtisch und hoffte, Snape würde ihn und den Vorfall vergessen. Waren da tatsächlich Gryffindors gewesen? Die Zwillinge waren immerhin schon berühmt berüchtigt für ihre Streiche. Aber dass Eris Charlie und Snape genau in dem Moment gefunden hatte ... das wäre schon ein extremer Zufall.
Er stellte seine Bücher als Stapel neben seinen Teller und nahm sich etwas zu Essen, während er immer wieder zur Tür sah oder den Slytherintisch absuchte.
"Hey, Charlie, was is'n los? Seit wann so besessen von den Slytherins?", fragte Anthony, ließ sich neben ihm auf die Bank fallen und schaufelte sich Nudeln auf seinen Teller.
"Was?", gab Charlie, halb abwesend, halb ausweichend zurück, als er draußen vor den großen offen stehenden Türflügeln Eris entdeckte. "Hör mal, ich komm gleich wieder.", meinte er, klopfte Anthony, ohne ihn anzusehen, auf die Schulter und stand auf. Rasch ging er zwischen den Tischen entlang direkt auf das Portal zu und fragte sich, was zum Teufel er sagen sollte, wenn er vor ihr stand, obwohl ihm schon hundert Sätze durch den Kopf schwirrten.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 22:30

Eris sah Charlie auf sich zu kommen und machte einige Schritte weg vom Portal, so dass man sie von drinnen nicht mehr sehen könnte. Aber trotzdem würden sie aufpassen müssen, dass niemand heraus kam, oder hinein gehen würde, der sie nicht zusammen mit einem Ravenclaw sehen sollte. Vor allem Snape.
Wenn dieser sie nun mit Charlie reden sehen würde, dann hätte sie echt Probleme. Wie sollte sie erklären, dass sie ihm geholfen und dafür ihren eigenen Hauslehrer belogen hatte. Vermutlich würde er ihr keine Punkte abziehen, das würde ja seinem eigenen Haus schaden, doch eine Strafarbeit schien garnicht so weit entfernt zu sein. Nervös blickte sie zum Portal und die Treppe hinauf, ob sie nicht jemand sehen könnte.
„Ich hatte echt Glück. Jemand scheint im zweiten Stock tatsächlich Stinkbomben los gelassen zu haben“, sagte sie relativ gut gelaunt. Auch wenn es nur gespielt war. Sie hätte auch die Unnahbare geben können, doch das schien ihr in diesem Fall nicht Richtig. Sie schien sich auch recht erfolgreich aus dem ganzen heraus ziehen zu können, zumindest nach dem momentanen Stand der Dinge.
„Sag, was hast du auf den Aufsatz bekommen?“

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 22:39

Charlie fielen ihre unsicheren Blicke auf. Sie hatte wohl wirklich Angst um ihren Ruf. Er fand das bescheuert. Sicher waren alle Häuser irgendwo stolz, aber so verbohrt waren nur die Slytherins. Der Hut hatte wirklich Recht gehabt. Sie sollten alle versuchen, besser miteinander klar zu kommen. Aber Charlie war klar, dass das ja nicht Eris' Schuld war. Und er wollte ja auch nicht, dass sie sich künftig auch dumme Sprüche anhören musste, so wie Hufflepuffs und Ravenclaws und vor allem Gryffindors.
Von ihrem schnellen Themenwechsel ein wenig verwirrt, blinzelte er ein paar Mal, ehe er antwortete: "Ähm, ein Annehmbar, vielen Dank." Er lächelte ein wenig, doch sofort sah er sie wieder ernst an. "Hör mal, das ... dankeschön. Du hast mir da einiges erspart. Und es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit so abweisend war ..."
Im Reden war er nicht gut. Und erst recht nicht, wenn es um die Aussprache von Gefühlen oder um Entschuldigungen ging. Zwar war er nicht unhöflich und entschuldigte sich, wenn es nötig war, aber das war ja auch eine unübliche Situation. Unsicher vergrub er seine Hände irgendwo in den Falten seines Schulumhangs und hatte Mühe, Eris offen in die Augen zu sehen, was er aber schließlich, der Ehrlichkeit halber doch tat.
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Asliana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 23:21

„Macht nichts, macht nichts“, sagte sie und winkte ab. „Ich hatte selber kaum Zeit, um in die Bibliothek zu gehen. Doch heute Abend finde ich vermutlich wieder Zeit.“ Sie sah Charlie noch einmal undefinierbar an, eher sie sich mit einem Mal dem Portal zuwandte und eilig hindurch schritt. Der Grund dafür tauchte kaum ein Moment später auch schon auf der Treppe auf: Eine Gruppe von älteren Slytherin.
Sie beeilte sich, zu dem Tisch zu kommen, wo sie sich nieder ließ und Essen aufhäufte. Das Buch legte sie neben sich auf den Tisch, tief in Gedanken versunken. Was hatte sie nun schon wieder gemacht? Wieso um alles in der Welt hatte sie den Ravenclaw nur geholfen? Und warum jetzt mit ihm gesprochen?
„Du hast aber lange gebraucht.“ Überrascht sah Eris zu Daphne auf, welche sie mit einem eigenartigen Blick taxierte. Auch Millicent und Adrian sahen sie mit einem nicht minder eigenartigen Blick an. Sie fühlte sich ein wenig unwohl und sah wieder hinab auf ihr Essen.
„Ich hab keine Ahnung von was ihr sprecht“, sagte sie und begann zu essen. „Ich habe nur beim gehen gelesen und deshalb hab ich länger gebraucht.“
Sie bekam keine Antwort und sie aßen alle schweigend.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 23:30

Er lächelte unsicher ein kleines Lächeln, da war sie auch schon weg. Charlie sah auf und flüchtete, im Versuch, nicht allzu schnell zu gehen, vor den Slytherins an den Ravenclawtisch, wo Anthony ihm mit erhobener Braue entgegen sah.
Heute Abend Bibliothek.
"Was war denn das gerade?"
"Ich ... musste nur kurz was erledigen.", gab Charlie kurz angebunden zurück und war froh, dass Anthony nicht nachhackte. Er hatte keine Lust auf ein Gespräch über die Vorurteile und Gewohnheiten der Häuser. Das Ganze verwirrte ihn ja auch so schon genug. Aber die meisten Ravenclaws wussten, dass Charlie ohnehin nicht sehr gesprächig, oft verschwiegen und generell still war, weshalb man ihn auch schnell wieder in Ruhe ließ, wenn er sich nicht wirklich auf ein Gespräch einließ.
Er kam kaum noch dazu, sein Essen aufzuessen, denn schon verschwand es und der Nachtisch tauchte auf. Auch, wenn er eher etwas Pikantes hatte essen wollen, trieb ihn der Hunger jetzt dazu, sich ein paar Pfannkuchen auf den Teller zu ziehen.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 23:38

Während die anderen sich über den Kürbiskuchen her machte, welcher gerade vor ihrer Nase aufgetaucht war, starrte sie selber ihr Stück nur in Gedanken an, nicht wirklich wissend was sie von dem Ganzen halten sollte. Momentan kämpften zwei Seiten in ihr gegeneinander an: Jene, mit welcher sie erzogen wurde und welche ihr eigenes Verhalten als Schändlich bezeichnen würde und jene, welche in den letzten vier Jahren in Hogwarts einfach neue Erfahrungen gemacht hatte. Sie zerdrückte den Kuchen, bis nur mehr Brösel da waren und legte dann die Gabel beiseite.
„Ich muss noch einen Aufsatz für Kräuterkunde schreiben. Ich gehe was in der Bibliothek nachschlagen“, meinte sie und stand auf. „Oh gut, ich habe den auch noch nicht gemacht, ich komme mit!“, sagte das blonde Mädchen mit den kurzen Haaren. Einen Moment überlegte Eris, wie sie Daphen davon abhalten könnte, kam aber schnell darauf, dass es nicht ging, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Im Stillen verfluchte sie es, doch dann zuckte sie mit den Schultern. Sie konnte ja nichts dagegen machen.
„Klar, gerne. Ich freu mich.“ Das tat sie garnicht.

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Ranjana
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 23:53

Charlie sah Eris und ein anderes Slytherinmädchen aufstehen und gehen. Er biss sich auf die Lippe.
"Bibliothek.", murmelte er den anderen nur zu, stand, als er aufgegessen hatte, auf und nahm seine Tasche und den Stapel Bücher, ehe er die Halle verließ. Die Last der Bücher nervte ihn immer mehr, doch jetzt wollte er sie nicht extra zum Gemeinschaftsraum tragen und ging gleich zur Bibliothek.
Er musste direkt ein wenig lächeln, als er eintrat. Die Atmosphäre hatte ihm die letzten Tage gefehlt. Im Nachhinein kam es ihm unendlich blöd vor, diesen wunderbaren riesigen Raum gemieden zu haben, nur, weil er einer Slytherin aus dem Weg hatte gehen wollen. Als wäre nicht genug Platz hier.
Sofort fielen ihm ein Duzend Bücher ein, die er hier suchen hatte wollen, was er jetzt nachholen würde. Suchend ging er die Regalreihen entlang, bis sein Blick auf einen der Tische fiel, wo Eris und das andere Mädchen saßen. Er stockte. Die andere war auch hier? Unsicher biss er sich auf die Unterlippe, machte kehrt und ging ein paar Bücherreihen weiter entlang, suchte seine Bücher und versteckte sich mehr oder weniger.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Fr 19 Sep 2014, 23:59

Eris hatte Charlie wahrgenommen, aber sie konnte ihn nicht einfach her rufen und beginnen mit ihm zu reden. Nicht so lange Daphne da sein würde, denn dann würde es ihrem Ruf bald sehr schlecht gehen. Sie deutete auf eine Textstelle in dem Buch. „Schreib das in Notizen auf. Ich hole noch ein Buch.“ Dann stand sie auf und begann durch die Regalreihen zu streifen, bis sie schließlich auf Charlie traf.
„Pass auf, dass du nicht unter der Last der Bücher zusammen brichst“, sagte sie, aber ihre Mundwinkel zuckten trotz der ersten Stimme sehr stark. „Außer natürlich, dass ist der Plan.“ Sie tat so, als würde sie die Buchrücken der Bücher lesen, welche in dem Regal vor ihr standen.
„Komm nicht her. Sie würde dich… In der Luft zerreißen.“ Sie murmelte sehr leise, sodass es hoffentlich keiner hörte. Wieso warnte sie ihn schon wieder? Wieso dachte sie überhaupt daran, dass er zu ihr kommen könnte um zu reden oder sonst etwas zu machen? Am liebsten hätte sie sich fest gegen den Kopf geschlagen. Sie schnappte sich ein Buch und eilte schnell zurück, eher sie noch mehr dummes Zeug zu Charlie sagen würde.

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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   Sa 20 Sep 2014, 00:12

Und wieder war er zu perplex, um noch antworten zu können, ehe sie auch schon wieder verschwunden war. Sie musste bald glauben, er sei schwer von Begriff und als Ravenclaw wollte er das natürlich nicht.
Das war nett, dachte er und lächelte, während er sich einen anderen Tisch außer Sicht- und Hörweite dessen suchte, an dem sie und die Blonde saßen, wo er den nun wirklich sehr schweren Bücherstapel abstellte.
Schweigend setzte er sich und begann mit den Hausaufgaben, ab und zu kam ein anderen Ravenclaw vorbei, der etwas nachschlagen wollte und auch einige wenige Hufflepuffs und Gryffindors ließen sich blicken, aber es war wie üblich ruhig und nicht sehr voll in der Bibliothek.
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BeitragThema: Re: Harry Potter und der Orden des Phönix – Teil 1   So 21 Sep 2014, 19:54

Immer wieder las sie Dachen etwas aus den Büchern vor, welche sie als Quellen nutzen und sagte alles mögliche an hochkomplizierten Informationen, bis sie schließlich – wie Eris gehofft hatte – seufzte und aufgab.
"Ich blick da nicht mehr durch, bekomme Kopfschmerzen und bin hundemüde." Das Daphne nicht die hellste war, das war für Eris nichts Neues. Und gelegentlich nervte sie das auch sehr. Doch Momentan war es genau das was sie wollte, denn sie marschierte sie mit ihrem ganzen Zeug unter den Armen hinaus aus der Bibliothek und zu dem Gemeinschaftsraum.
Kurz sah Eris sich um, doch sie konnte Charlie nicht entdecken. Hatte sie nun Dachen umsonst vertrieben? Und wieso bevorzugte sie die Gesellschaft eines hochnäsigen Ravenclaws gegenüber dem einer ihrer Häuserkollegen? Sie verwirrte sich selbst und doch schien ihr das hier richtig.

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